Fotovoltaik nur im Südosten – Denklingen will Konzentrationsfläche an der Kreisstraße LL16 ausweisen

Nur an einem einzigen Standort sollen in der Lechraingemeinde künftig Freiflächen-Fotovoltaikanlagen erlaubt sein: nördlich der nach Epfach füh­renden Kreisstraße LL16. Auf allen anderen Flächen will die Kommune solche Anlagen nicht zulassen. Zu diesem Zweck ist eine Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich.

Die Gemeinde hatte Landschaftsplaner Christoph Goslich beauftragt, geeignete Standorte für Solar-Vorhaben auszuloten. Vergangene Woche prä­sen­tierte seine Ergebnisse im Gemeinderat. Nach dem Ausschlussverfahren ging Goslich zunächst darauf ein, welche Gebiete aufgrund verschiedener Kriterien, etwa Landschaftsschutzgebiete, Erholungsflä­chen oder kulturhistorisch bedeutende Landschaftsräume, von vornherein nicht in Frage kämen. Im Übrigen hielt es der Dießener Landschaftsarchitekt für wichtig, einen Raum mit möglichst vielen Ackerflächen zu finden. „Dort müssen wir reingehen“, führte er den Ratsmitgliedern vor Augen. Grund: Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei der Energie­versorger verpflichtet, Strom ab­zunehmen, wenn er von Anlagen auf Acker­flächen stammt. Nach Berücksichtigung aller Kriterien gab es für den Planer nur einen geeigneten Raum, nämlich das Gebiet nördlich der Kreisstraße LL16. Dieser Groß­-raum wird im Norden durch die Kreisstraße LL 17 (Mühlstraße), im Osten durch die Bundesstraße 17 und im Westen durch die Bahnlinie begrenzt. Der Landschaftsarchitekt empfahl der Gemeinde, dort eine „Konzentrationsfläche für Solaranlagen“ auszuweisen. Nur Ortsansässige? Und dies soll im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplans geschehen. Allerdings dürfe nicht das gesamte Areal von insgesamt 240 Hektar mit Solarparks bedeckt werden: Im Laufe des Verfahrens soll dieses großflächige Gebiet noch eingeschränkt werden. So könne etwa noch ein entsprechend großer Abstand zum Dorf festgelegt und vorhandenen Fir­men­areale ausgespart werden. Über die genauen Begrenzungen muss der Gemeinderat in nächster Zeit entscheiden. Den Vorschlag von Gemeinderat Werner Dacher, nur ortsansässigen Interessenten die Errichtung von Solaranlagen zu ge­statten, sah Denklingens Verwaltungschef Johann Hartmann kritisch: „Das klingt rechtlich äußerst bedenklich und widerspricht zudem sämt­lichen Verwaltungsgrund­sätzen.“ Ungeachtet dessen baten einige Ratsmitglieder da­- rum, diese Frage abzu­klären.

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