Wiedereröffnung am 13. Juni

Landsberger Inselbad lockt mit Rundkurs-Schwimmen und mehr

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Eines der schönsten Freibäder Bayerns öffnet am 13. Juni endlich seine Pforten: das Inselbad Landsberg.

Landsberg – Das Inselbad rüstet sich für den Badebetrieb in Corona-Zeiten. Am Samstag, 13. Juni, geht es los – dann kann eine begrenzte Gästezahl unter Beachtung strenger Regeln das erfrischende Nass genießen. Details dazu erläuterten vorab der Technik-Vorstand der Stadtwerke, Gerald Nübel, zusammen mit Schwimmmeister Christian Wappler beim Pressetermin.

Alles ist anders in diesem Jahr. Rund sechs Wochen später als sonst öffnet das Inselbad seine Pforten für die Besucher. Die 5. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung vom 29. Mai gab das erlösende Startsignal für die Freibäder. Sie dürfen – zeitgleich mit Fitnessstudios und Tanzschulen – am 8. Juni wieder den Betrieb aufnehmen. Aufgrund der notwendigen Vorbereitungen geht es im Inselbad ein paar Tage später los.

Als Gast wird man viel Platz haben diesen Sommer. Für Freibäder gilt die Auflage, dass die Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucher nicht höher sein darf als eine Person pro 20 Quadratmeter. Für das Inselbad mit seinen 13.000 Quadratmetern Fläche (inklusive der Becken) heißt das, dass maximal 500 Besucher pro Tag eingelassen werden.

„In den ersten Tagen werden wir Erfahrungswerte sammeln“, sagt Gerald Nübel, Technischer Vorstand der Stadtwerke, bei einem Pressegespräch. Es werde sich zeigen, wie lange die Besucher durchschnittlich auf dem Gelände bleiben. Eventuell ließen sich die täglichen Ticket-Kontingente noch etwas erhöhen.

Der Verkauf läuft ausschließlich online über ein Ticket-Portal auf der Stadtwerke-Homepage (www.stadtwerke-landsberg.de). Es soll ab dem 12. Juni zur Verfügung steht. Neben Tageskarten zum regulären und ermäßigten Preis werden in diesem Jahr keine Saison- oder Zehnerkarten angeboten. Nübel empfiehlt, Tickets ein paar Tage vor dem geplanten Besuch zu bestellen. Allerdings sollte man die Wettervorhersage beachten, denn eine Rückerstattung gekaufter Karten ist ausgeschlossen.

Um beim Schwimmbetrieb für die nötigen Abstände zu sorgen, wird laut Bademeister Christian Wappler im Sportbecken jede zweite Bahn abgesperrt. Geschwommen wird im Rundkurs, es gilt eine Art Einbahnstraßenregelung. Ein Aufsteller wird die Badegäste über die „Verkehrsregeln“ informieren. Sprungbrett und Rutschen dürfen jeweils nur von einer Person genutzt werden. Auf eine Markierung von Abstandsflächen auf den Liegewiesen will man aber verzichten. „Wir appellieren an die Vernunft der Leute“, sagt Nübel.

Schwimmmeister Wappler ist zuversichtlich, dass sich die Besucher an die Regeln halten werden, so wie es nach seiner Beobachtung in anderen Lebensbereichen die allermeisten auch tun. „Wir können nicht unsere Aufsichtskräfte dazu einsetzen, die Leute auf den Liegewiesen zurechtzuweisen“, sagt Nübel. Es herrsche ohnehin Personalknappheit, weshalb das Bad heuer kürzere Öffnungszeiten hat als sonst (9 bis 19 statt 8 bis 20 Uhr).

Im Gebäude gilt Maskenpflicht. Umkleiden, Toiletten und die Treppengeländer an den Becken werden laufend desinfiziert. Auch am Kiosk, der vom neuen Pächterehepaar Stefan und Renate Pavic betrieben wird, gelten Abstandsregeln.

Sanierung läuft an

Was die seit langem geforderte Sanierung des 1972 eröffneten Bades angeht, so werden die Stadtwerke laut Nübel in den nächsten Monaten die Planung ausschreiben. Träger der Maßnahme ist zum überwiegenden Teil die Stadt – einen konkreten Beschluss gebe es allerdings noch nicht, ebenso wenig wie belastbare Kostenschätzungen. Im Raum steht eine Summe von acht Millionen Euro.
Ulrike Osman

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