Im Dießener „Drei Rosen“-Biergarten:

Starkes Ferienprogramm der „Frechen Kunstanstalt“

Freie Kunstanstalt Dießen - Ferienprogramm - Biergarten Drei Rosen
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Im „Drei Rosen“-Biergarten veranstaltet die Freie Kunstanstalt ein Ferienprogramm für Kids und Jugendliche. Beim Aufbau der Jurte halfen auch die Vorsitzenden Jörg Kranzfelder und Stefanie Sanktjohanser (ganz rechts) mit.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Dießen – Da das Ferienprogramm des Dießener Jugend­treffs in diesem Sommer sehr spärlich ausfällt, nahm sich kurzerhand und ungefragt die „Freie Kunstanstalt e. V.“ der Sache an und präsentiert eine kostenlose Veranstaltungsreihe für Kids und Jugendliche. Inzwischen von der Gemeinde abgesegnet findet sie vom 16. August bis 2. September im Garten des früheren Gasthofs „Drei Rosen“ in der Schützenstraße statt. 

In Dießen nennt man die umtriebigen Macher um Stefanie Sanktjohanser und Jörg Kranzfelder inzwischen „Freche Kunstanstalt“. Aber im positiven Sinne, denn sie gehen ohne Umwege direkt, locker und ungezwungen an die Verwirklichung ihrer Vorstellungen heran. Nachdem sie von der Marktgemeinde die geerbten Huber-Häuser in der Johannisstraße pachten und darin ein Kulturforum etablieren wollen, hatten sie jetzt auch die ehemalige Traditionswirtschaft „Drei Rosen“ auf dem Schirm. Eine Entscheidung für die Huber-Häuser dauert wegen der Altlasten-Prüfung noch, also monierten sie bei der Gemeinde den ungenutzten Leerstand des Gasthofs. Die Jahre, bis hier Wohnungsbau für sozial verträgliche Mieten entsteht, könne man doch für Kunst und Kultur nützen.

Jetzt konnte die Freie Kunstanstalt wenigstens einen Teilerfolg verbuchen. Die Gemeinde überlässt ihr den ehemaligen Biergarten für das Ferienprogramm. Das Innere des Gebäude-Ensembles dürfen Steff & Co. nicht nutzen, da hier unter anderem noch Brandschutz, Fluchtwege und Toiletten ertüchtigt werden müssen. Um Lösungen nicht verlegen besorgte sich die Freie Kunstanstalt vom den Landsberger Pfadfindern eine Jurte, die bereits aufgestellt ist. Mit dabei war auch als „helping hand“ Jakob Kettler, Kindererzieher und grüner Gemeinderat im Nachbarort Utting. Er äußerte sich höchst lobend über die Initiativen der Freien Kunstanstalt.

In dem Nomaden-Zelt werden Workshops und Programme stattfinden. Das Drumherum wird mit einer provisorischen Küche, Dixie-Klohäuschen und einem großen Wassertank ergänzt. Finanziert hat das die Frech-freie Kunstanstalt mit einem 5.000 Euro-Zuschuss der Landsberger Aktionsgemeinschaft „Kunst hält Wache“, die man vom Ferienprogramm überzeugen konnte. Auch, weil die Kids und Jugendlichen im „Drei Rosen“-Garten von Profis betreut werden wie Kinderpflegerin Tamara Hub, Heilpädagoge Felix Binder, Kunstlehrerin Nina Munker oder Sporttrainerin Janine Lukas.

Man kann unter diversen Workshops wählen: Kunst des Filmemachens, Glasarbeiten und -mosaiken, analoge Foto­grafie, Lichtinstallationen mit Kratzdias, Textilfärben mit Naturmaterialien, 3-D-Druckgrundlagen und vieles mehr. Ohne Anmeldung kann man zwischen 14 und 18 Uhr für die offenen Angebote einfach vorbeikommen wie Kinderlesungen, Windspiele basteln, Graffitikurse, Pizza- und Brotofen bauen oder gemeinsam kochen und essen. Das genaue Programm findet man hier.

Dass der gemeindliche Jugendtreff in der Johannisstraße in diesem Jahr kein umfangreiches Ferienprogramm auf die Beine stellen konnte, liegt nicht nur an Corona. Simon Brieger, Leiter der Einrichtung, muss wegen Personalengpässen drei Tage in der Woche im Kindergarten Dettenschwang aushelfen. Darum ist der Jugendtreff derzeit nur Freitags und Samstags von 16 bis 24 Uhr geöffnet.

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