Längst auf Augenhöhe

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Wachwechsel bei den Freien Wählern Dießen (von links): Martin Brink folgt als Vorsitzender auf Robert Lotter (jetzt Beisitzer); mit im Team sind Bernd Schielke (Beisitzer), Simone Cardinale (Schriftführerin), Hanjo Moll (Kassier) und Tobias Hofmann (2. Vorsitzender).

Dießen – Martin Brink heißt der neue 1. Vorsitzende der Freien Wähler, der damit in die Fußstapfen von Robert Lotter tritt. Lotter gehört den Freien Wählern seit 1995 an und war insgesamt zwölf Jahre deren Vorsitzender. Brink, Wirt des Traditionsgasthofs „Unterbräu“, lebt seit fünf Jahren in Dießen und rückte für Lotter zum Jahreswechsel 2015 in den Gemeinderat nach.

Zuversichtlich und voller Elan präsentierten sich die Freien Wähler bei ihrer gut besuchten Jahresversammlung. Lotter nahm dies zum Anlass, nochmals auf die Kommunalwahl 2013 zurückzublicken. Seitdem agieren die Freien Wähler mit fünf Sitzen im Gemeinderat und damit „auf Augenhöhe“ mit der CSU. „Ich glaube die Freien Wähler gehen in eine ganz tolle Zukunft. Wir haben das gut vorbereitet“, meinte Lotter, der sich weiterhin als Beisitzer einbringen will. Mit einem herzlichen Dankeschön verabschiedete er sich von seinem Vize Bernd Schielke, der nach eigenem Bekunden „neun Jahre und 62 Tage lang sehr gerne für die nicht ideologisierte Programmatik der Freien Wähler“ gearbeitet hat. Auch Schielke stellte sein Amt zur Verfügung. Für ihn steigt der ehemalige Kassier der Freien Wähler, Tobias Hofmann, in den Ring.

Entsprechend ihrer Referentenposten berichteten Johann Vetterl (Feuerwehr), Martin Brink (Finanzausschuss), Frank Fastl (Internet und Neue Medien) und Thomas Hackl (Gewerbe) aus dem Gemeinderat. So war etwa zu erfahren, dass man sich auf der Grundfläche des Blauen Hauses, dessen Pachtvertrag ausläuft, auch neue, andersartige Nutzungen vorstellen kann. Positiv bewertet wurde das neue Kiosk-Lokal im Bahnhof. „Der Pächter hat dem Gemeinderat sein Konzept exakt so vorgestellt wie er es nun umsetzt“.

Thomas Hackl freute sich über „den Boom im Gewerbegebiet Romenthal“. Sechs Bauplätze seien heuer an Firmen aus Dießen verkauft worden, zwei Grundstücke seien noch frei. Bald soll eine gemeinsame Gewerbetafel konzipiert werden. Frank Fastl berichtete, dass das neue Ratsinfosystem in Kürze teilweise auch für Bürger zugänglich sein soll.

Im neuen Jahr, so Brinks Prognose, müsse weiter über eine sinnvolle Anordnung der Parkplätze in der Mühlstraße diskutiert werden. Weitere Themen, die den Anwesenden unter den Nägeln brannten, waren das Bürgerbegehren für den Kiosk am See und die Parksituation in Wengen. „Auf dem schönsten Dorfplatz Oberbayerns“, so Vize-Bürgermeister Peter Fastl, der die Schlussdiskussion moderierte, könne er sich für die Zukunft bestenfalls zwei Behindertenparkplätze vorstellen. „Wenn man einen Ausweichparkplatz im Landschaftsschutzgebiet beantragt, so ist ein autofreier Dorfplatz das Faustpfand dafür“.

Von Peter Fastl kam auch ein Bekenntnis zur derzeitigen Kioskplanung in den Seeanlagen: „Wir haben so sehr für die 21 Quadratmeter mehr gekämpft, die wir für ein Behinderten-WC brauchen. Wer nun auch noch eine überdachte Außenfläche möchte, sollte sich erst erkundigen, was baurechtlich möglich ist.“

Ursula Nagl

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