Für die Wahl im Herbst gerüstet:

Jonas Pioch bald Bezirksrat?

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Kandidaten-Nominierung bei den Freien Wählern: Für den Bezirkstag tritt Jonas Pioch (vorne links) an, für den Landtag Georg Stockinger (vorne rechts). Dahinter (von links) MdL Prof. Dr. Michael Piazola, die Kreisvorsitzenden Renate Wengenmaier und Hans Friedl sowie MdL Florian Streibl, der Parlamentarische Geschäftsführer der FW-Landtagsfraktion.

Landkreis – „Bayern ist viel zu schön, um alleine von der CSU dominiert zu werden. Wir Freien Wähler wollen ab der nächsten Legislaturperiode mitregieren!“ Mit dieser Kampfansage eröffnete der Landtagsabgeordnete und FW-Generalsekretär Prof. Dr. Michael Piazola die Nominierungsversammlung des Stimmkreises 120 „Landsberg/Fürstenfeldbruck-West“ im Echinger Gasthof Roming.

Bislang sind 17 Abgeordnete der Freien Wähler unter ihrem Vorsitzenden Hubert Aiwanger im Landtag vertreten. Der frisch gekürte Kandidat für Landsberg und Fürstenfeldbruck-West, Georg Stockinger (57) aus Emme­ring, bewirbt sich nach seiner Nominierung um einen Sitz im Maximilianeum.

Hans Friedl, der Vorsitzende der Freien Wähler-Kreisvereinigung Fürstenfeldbruck, überbrachte zu Beginn der Versammlung die freudige Nachricht, dass in Stadt und Landkreis Landsberg die FW-Kreisvereinigung aus dem Dornröschenschlaf erwacht sei. Die neue Vorsitzende Renate Wengenmaier wurde nicht nur mit viel Vorschusslorbeeren bedacht, sie wurde auch gleich als Listen­kan­didatin nach Georg Stockinger gewählt. „Das nenn‘ ich Karriere“, lachte die Angestellte im öffentlichen Dienst: „Gestern erst zur Vorsitzenden der Kreisvereinigung gewählt und heute schon Listenkandidatin für den Landtag.“

Dazu gratulierte MdL Florian Streibl, Parlamentarischer Geschäftsführer der FW-Landtagsfraktion und Sohn des früheren Bayerischen Ministerpräsidenten Max Streibl. Er betonte, man dürfe die Politik nicht allein den etablierten Parteien überlassen. Die Freien Wähler seien keine Partei im eigentlichen Sinne, sondern eine Gruppierung von Leuten, die es im Leben schon zu was gebracht haben und ihr Wissen jetzt in die Politik hineintragen wollen.

Die Freien Wähler seien die Demokraten schlechthin und hätten in den letzten Jahren den Freistaat sehr erfolgreich mitgestaltet. Als Beispiele nannte Streibl die Rückkehr zum Gymnasium G9, die Abschaffung der Studiengebühren und den Anstoß für ein Nein zur „Strabs“, der für viele Bürger existenzbedrohenden Straßenausbaubeitragssatzung. Die holpernde Berliner Regierungsbildung bezeichnete Streibl als Trauerspiel und Gefahr für die Demokratie.

Streibl rief die Wähler zum Urnengang am 14. Oktober auf, um Bayern mit einem Kreuzchen bei den Freien Wählern noch mehr Schwung zu geben. Dazu das Bonmot des FW-Vorsitzenden Hubert Aiwanger: „Die CSU hat den Wahltermin so spät gesetzt, um mehr Zeit zu haben, ihre Umfragewerte zu verbessern.“

Für eine Senkung der Kreisumlagen, für kostenlose Kindergartenplätze und für den massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie des Individualverkehrs sprach sich der frisch gekürte FW-Landtagskandidat Georg Stockinger aus. Der Stadtrat und FW-Fraktionssprecher in Fürstenfeldbruck hat ein Beratungsbüro für mineralische Baustoffe, Tiefbau und Altlasten. Für einen Sitz im Landtag würde er diese Tätigkeit zurückschrauben und sich mit aller Kraft der Landespolitik mit Fokus auf die Regionen Landsberg und Fürstenfeldbruck widmen.

Nicht nur die Nominierung des Landtagskandidaten stand auf der Tagesordnung in Eching. Auch der FW-Kandidat für die kommende Bezirkstagswahl im Stimmkreis Landsberg/Fürstenfeldbruck-West wurde gewählt. Einziger Bewerber war Jonas Pioch (28), seit 2008 Mitglied im Landsberger Stadtrat und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Landsberger Mitte. Der Jurist möchte sich im Bezirkstag für soziale Belange sowie für eine Neuregelung der Bezirksumlage einsetzen. Listenkandidat nach Pioch ist Dr. Stefan Weinberger aus Fürstenfeldbruck gewählt.

Dieter Roettig

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