Abi 2017 an der Freien Waldorfschule Landsberg

Offen für das Leben

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Emilia Kuhn (1,3), Anna-Maria Moser (1,7), Judith Zellner und Antonia Epp (1,9) (v. links) sind die besten Abiturienten an der Freien Waldorfschule Landsberg.

Landsberg – Allen Grund zur Freude und auch auf sich stolz zu sein, hatten am Freitag 21 junge Abiturientinnen und Abi­turienten der Freien Waldorfschule Landsberg, die gemeinsam mit ihren Familien, den Lehrern und der Schulfamilie das Bestehen des Abiturs feierten.

Begrüßt wurden die Anwesenden mit dem Orchester der Patenklasse der Abiturienten. Die Fünftklässler, die sich größte Mühe gaben „Ein kleiner grüner Kaktus“ als Klassenorchester zu spielen, beglückwünschten, bedankten und verabschiedeten sich musikalisch von ihren Paten, die sie mit Beginn ihres Schuleintritts an die Seite gestellt bekamen. Danach blickte die langjährige Klassenbetreuerin Gerlinde Ayasse, die den Französischunterricht der Klasse bereits seit der ersten Jahrgangsstufe gestaltete, zurück auf die Zeit der Abiturvorbereitung. Dabei kam sie nicht umhin schmunzelnd zu erwähnen, dass diese zunächst entgegen der Erwartung der Lehrer mit der Planung einer gemeinsamen Reise nach Kroatien im Anschluss an das erfolgreich bestandene Abitur begann. Nach einer gewissen Anlaufzeit, die der ein oder andere noch sehr zuversichtlich, aber auch sorgenvoll erlebte, erreichte die gemeinsame Vorbereitungszeit ihren Höhepunkt, als durch das Schreiben von Karteikarten vermehrt Sehnenscheidenentzündungen bei den Prüflingen auftraten.

Die Deutsch- und Geschichtslehrerin der Abiturklasse, Nadin Skacha, erinnerte daran, dass das Abitur nicht der einzige Schlüssel zum Eintritt in ein glückliches und selbstbestimmtes Leben und eine erfüllte berufliche Zukunft sei. Vielmehr stünde den Schülern nun die eigenständige Suche nach neuen Inhalten, Lösungswegen und Herausforderungen an. Sie gab den Abi­turienten einen letzten Merksatz mit auf den Weg, von dem sie hoffe, dass er immer abgefragt werden könne: „Der wahre Wert der Bildung besteht da­rin, dem Alltäglichen, aber auch dem Neuen mit schlichter Offenheit zu begegnen – Offenheit für das Wahre und Wesentliche im Leben, das sich oft vor unseren Augen verbirgt und selbst herausgebildet werden muss.“

Auch die Eltern der Abiturienten wollten noch einmal zurückblickend der Schule und den Lehrern Danke sagen und den jungen Erwachsenen etwas mit auf den Weg geben. So verglich einer der Schülerväter das erreichte Ziel der bestandenen Abiturprüfung mit einer Etappe der Tour de France, der noch weitere folgen, bis der Gesamtsieg erreicht wäre.

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