Den ersten Rucksack gepackt

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Die Klassenbesten und Staatspreisträger, vordere Reihe (von links): Stefan Maier, Schulleiter Dietmar Bauer, VR-Bank-Vorstand Stefan Jörg, Sparkassen-Direktor Thomas Krautwald, Andreas Recknagel, Tobias Mayer, Christian Kraus, Florian Link. Hintere Reihe (von links): Valentin Sanktjohanser, Franziska Schäffler, Michael Gschwill, Florian Niedermaier, Jakob Aigner, Lorenz Diener, Philipp Stork, Manuel Scholz, Thomas Zwick, Stefan Harrer, Josef Wenhart. Nicht im Bild: Phi Hung Tran und Melanie Lehner.

Landsberg – Seit Freitag ist der Landkreis um eine weitere Generation Fachkräfte reicher. An diesem Tag feierte die Berufsschule die Freisprechung von 221 Absolventen, die sich unter anderem als Mechatroniker, Bank-, Büro- und Einzelhandelskaufleute, Industriemechaniker, Elektroniker und Lagerlogistiker qualifiziert haben. „Sie sind wie Sebastian Vettel in der Pole-Position“, bemühte Kreishandwerksmeister Michael Riedle einen Vergleich aus der Formel 1. Die Berufsschüler hätten eine Top-Fahrerausbildung genossen und mit ihrem Abschluss ein wichtiges Etappenziel erreicht.

Die formelle Freisprechung durch den Kreishandwerksmeister bildete den krönenden Abschluss der Feier, die von den Absolventinnen Milena Drexler und Svenja Breitschwert moderiert wurde. Zuvor überbrachten Vertreter von Stadt und Landkreis, aus der regionalen Bankenwelt und der Industrie- und Handelskammer ihre Glückwünsche. Landrat Thomas Eichinger nannte die frischgebackenen Fachkräfte „die Zierde des Landkreises“ und bat darum, die erworbenen Fähigkeiten nun auch einzubringen – und zwar nicht nur im Beruf, sondern auch in der Gesellschaft.

„Die Besten sind nicht nur die mit den tollen Zeugnissen, sondern auch die mit Ehrenämtern“, so Eichinger, der in seinem früheren Berufsleben bekanntlich in der Personalbeschaffung tätig war. Als „Eintrittskarte in die Solidargemeinschaft“ sah Landsbergs Bürgermeisterin Doris Baumgartl den Abschluss der Ausbildung. Die frischgebackenen Fachkräfte würden durch ihre Arbeitsleistung sowie den Kreislauf von Einkommen, Konsum und Steuerleistungen die Wirtschaft am Laufen halten. „Heute ist ein großer Tag für Sie, für Ihre Eltern und für das duale Ausbildungssystem“, freute sich Thomas Krautwald, Direktor der Sparkasse Landsberg-Dießen.

Die Bedeutung des dualen Systems unterstrich auch Schulleiter Dietmar Bauer. Es ermögliche der Jugend einen guten Start in die Zukunft und versorge die Gesellschaft mit hochqualifizierten Arbeitskräften. Wer eine Berufsbezeichnung in einem anerkannten Ausbildungsberuf führen dürfe, habe bewiesen, „dass er was kann und dass er was weiß“. Dass sie besonders viel können und wissen, bewiesen in den Abschlussprüfungen 18 Absolventen, die für herausragende Leistungen mit Besten- und Staatspreisen geehrt wurden. Dass der Abschluss der Ausbildung nur der erste Schritt in Sachen berufliche Qualifikation ist, verdeutlichte Reinhard Häckl, stellvertretender Vorsitzender des IHK-Gremiums Landsberg-Weilheim-Schongau.

„Ihr Rucksack ist noch nicht fertig geschnürt, er reicht nur für den ersten Anstieg“, so Häckl an die Adresse der Absolventen. Um in höhere Regionen oder gar bis zum Gipfel vorzudringen, sei stetige Weiterbildung erforderlich – nicht zuletzt, weil „heute Gelerntes morgen schon wieder überholt ist“. Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgte die Kaufbeurer Big Band Night Train unter der Leitung von Erwin Gailhofer.

Ulrike Osman

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