Auf keinen Fall ein "Mir san mir"

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Die Staats- und Bestenpreisträger mit Sponsoren (vorne von links): Hans-Jürgen Rehberger (VR-Bank Landsberg-Ammersee), Roland Böck (Sparkasse Landsberg-Dießen), Martin Petereit, Julia Wöbker, Andrea Perzl, Michael Wimmer, Stefan Knülle, und Franziska Kirchhoff sowie (hinten von links) Marc Palmer, Raimund Segerer, Tobias Murr, Michael Steger, Christof Widmann, Simon Scholl und Leopold Rosner.

Landsberg – 214 Auszubildende haben es geschafft: Sie konnten kürzlich in den Beruflichen Schulen Landsberg (BSL) ihre Abschlusszeugnisse beziehungsweise Gesellenbriefe entgegennehmen und starten nun in eine vielversprechende berufliche Zukunft – darin waren sich alle Redner des Abends einig.

Die verschiedenen Berufsgruppierungen setzten sich aus Bank-, Büro- und Einzelhandelskaufleuten, Industriemechanikern und Maurern sowie Mecha­tronikern unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. 20 Absolventen schafften den anspruchsvollen Ausbildungszweig „Abi und Auto“.

Die frischgebackenen Fachkräfte hätten sich einen Platz in der Welt erobert und wertbeständige Qualifikationen erworben, lobte Landrat Walter Eichner, für den es die letzte Freisprechungsfeier in seiner Funktion als Landkreis-Chef war.

Und das war Anlass genug für einen Rückblick auf die rasante Entwicklung der beruflichen Bildung im Landkreis. Im Jahr 2001 hätten 1040 Schüler die Berufsschule besucht, so Eichner, in den Folgejahren explodierten die Schülerzahlen in­folge der Einrichtung von Fach- und Beurfsoberschule sowie zweier Kompetenzzentren. Aktuell erwerben laut Eichner insgesamt 2260 junge Menschen an den BSL das Rüstzeug fürs Arbeitsleben, das ihnen von 107 Lehrkräften vermittelt wird. Der Wirtschaftsstandort Landsberg profitiere davon, weshalb weitere Millionenbeträge in den Ausbau der Beruflichen Schulen gesteckt würden, so Eichner.

Fast die Hälfte der Absolventen kam heuer aus dem dem Kraftfahrzeugbereich, der im Landkreis mit 160 Betrieben stark vertreten ist, wie der Obermeister der Kfz-Innung für München und Oberbayern, Hans Medele, sagte. Der von ihm und BSL-Leiter Oswald Kurr konzipierte Ausbildungsweg „Abi und Auto“ trage dazu bei, Schulabgänger für den Kfz-Bereich zu begeistern, die sonst an die Hochschulen abgewandert wären. Als Vertreter der Sparkasse Landsberg-Dießen gratulierte Vorstand Roland Böck den Absolventen zum „Erreichen eines Meilensteins“.

Schulleiter Kurr warnte angesichts guter Wirtschafts- und Lebensbedingungen in der Region davor, in eine „Mir san mir“-Haltung zu verfallen und andere auszuschließen. Offenheit mache die Region „bunter, schöner, erfolgreicher“. Die Einrichtung einer Klasse für junge Asylbewerber an der Berufsschule (der KREISBOTE berichtete) habe er als Selbstverständlichkeit betrachtet. 

Die Freisprechung übernahm Ehren-Kreishandwerksmeister Franz Lanzinger in Vertretung von Vize-Kreishandwerksmeister Wolfgang Zeit. Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgte die Schulband, eine wahrlich launige Moderation lieferten Martin Petereit und Matthias Magoc.

Ulrike Osman

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