Zehn Jahre sind genug

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Das Stadtoberhaupt und der neue Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr (von links): Ex-Vize Walter Eberl, OB Mathias Neuner, 2. Vorsitzender Hendrik-Lars Vockamm, Schriftführer Thomas Sirch, Vorsitzender Robert Peez, Kassier Helmut Rodermund und der bisherige Vorsitzende Franz Geier.

Landsberg – Flottes Teamwork sind sie ja gewöhnt, die Floriansjünger, aber solch ein Abarbeiten der Tagesordnung bei der jüngsten Jahreshauptversammlung war schon rekordverdächtig. Dabei standen auch noch Neuwahlen an. Robert Peez folgt als Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr auf Franz Geier.

Neben den Berichterstattung des Vorstandes stand diesem Donnerstag auch die Wahl des Vereinsvorsitzenden, Stellvertreters und des Schriftführers auf der Agenda. Mit 68 von 70 Stimmen (zwei waren ungültig) erzielte Robert Peez als einziger Kandidat ein „Traumergebnis“ als neuer Vorsitzender, Hendrik-Lars Vockamm wurde zum Stellvertreter, Thomas Sirch zum Schriftführer gewählt. Oberbürgermeister und Wahlleiter Mathias Neuner hatte sich vorher schon bei den bisherigen Vorsitzenden für die Stadt bedankt, seine einfühlsamen Worte animierten die Vereinsmitglieder gar zu Standing Ovations für Franz Geier. 

Immerhin ist dieser schon seit 1976 im Verein, ab 1997 war er bis zu seiner Wahl zum 1. Vorsitzenden Vertrauensmann, die Gleichbehandlung aller Mitglieder lag ihm besonders am Herzen. Aber nun meinte er in seiner Einleitungsrede, zehn Jahre Vorsitzender seien genug. Beispielhafte Anschauung der Tätigkeiten einer Feuerwehrtruppe vermittelte der Rückblick auf das vergangene Jahr: Zur Einstimmung faszinierte Schriftführer Jürgen Ram mit seiner Video-Präsentation des geselligen, kameradschaftlichen Vereinslebens im Jahr 2013. 

Den ernsteren Teil des Jahresrückblicks lieferte anschließend Kommandant Karl-Heinz Novy; er zählte 370 Einsätze und 4289 Einsatzstunden, das wären inklusive den Übungen 124 Stunden pro aktivem Mitglied. Das ist eine ganze Menge, vor allem für die jungen Mitglieder, deren Ausbildung „immer aufwendiger“ wird, so Markus Riegg. Der Leiter der Jugendausbildung konnte für vergangenes Jahr trotzdem acht Neu­zugänge melden. Der Wissenstest 2013 und ein 24-Stunden-Dienst, dokumentiert in einer überraschenden Präsentation von Christian Krämer, waren nur ein Teil der 438 Stunden Ausbildung für die 21 „Jungen“. Es ist beeindruckend, wie sich der Feuerwehrverein um seine Jugend bemüht. Nicht nur bei der technischen Ausbildung, sondern auch beim „Rahmenprogramm“, wo Jugendausflüge und Kegelturniere kame­radschaftliches Denken und Handeln fördern. 

Schon im Alter ab 14 Jahren kann man bei der Feuerwehr dabei sein. Sechs Jubilare Geehrt wird man freilich erst später, wie auch diesmal, es gab zwei neue Feuerwehrmänner – Augustin Kilian und Mühlberger Karl –, sowie einige Jubiläen zu würdigen: Wolfgang Kessler für 40 Jahre aktive Dienstzeit, Helmut Planzl für 20 und Andreas Bohr, Alexander Geier, Michael Hirschvogel sowie Ramona Kaufmann für je zehn Jahre. Da gratulierte nicht nur der Kreisbrandinspektor Peter Kawohl, sondern auch der Oberbürgermeister. Mathias Neuner wünschte sich abschließend noch einen „Sondereinsatz“ der Landsberger Feuer­- wehr beim Jubiläums-Fachings­umzug. Übrigens: Die aktuelle Homepage der Landsberger Wehr ist einen Besuch wert: www.feuerwehr-landsberg.de.

Max Dietz

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