"Ich für Dich"

Talente richtig einsetzen

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Exakt 807 Besucher zählten die Organisatoren der Freiwilligen-Messe im Landsberger Sportzentrum.

Landsberg – „Ich für Dich“ hieß es am Sonntag im Sportzentrum – ein Motto, das zog. Exakt 807 Besucher kamen zur zweiten Freiwilligen-Messe im Landkreis, um sich über die Möglichkeiten und die Bandbreite ehrenamtlichen Engagements vor Ort zu informieren. Sie trafen auf über 30 Organisationen, Einrichtungen und Vereine mit einer Vielfalt an Betätigungsfeldern. Mit der Verleihung der ersten 31 Ehrenamtskarten – symbolisch je eine pro Gemeinde – setzte Landrat Thomas Eichinger zudem ein Zeichen der Anerkennung für diejenigen, die sich bereits in ihrer Freizeit engagieren.

Die Zahl der Aussteller war allein schon aus Platzgründen ähnlich wie bei der ersten Freiwilligen-Messe vor zwei Jahren. Dafür war inhaltlich vieles neu, denn etwa ein Drittel der Organisationen war zum ersten Mal dabei. Neben weithin bekannten Organisationen wie Rotes Kreuz und Wasserwacht, Ausbildungsmesse und AWO-Mehrgenerationenhaus, waren unter den Ausstellern auch solche vertreten, die in der öffentlichen Wahrnehmung nicht prominent sind, etwa die evangelische Gefängnisseelsorge, das Krisentelefon für Familien mit schwerbehinderten Kindern, der Verein „Hund und Besuch“ oder das Mentoren-Projekt „Alt hilft Jung“.

Die große Bandbreite der Angebote gilt als der Schlüssel dazu, das in der Bevölkerung vorhandene Potenzial an Freiwilligkeit umzusetzen. Für Landrat Eichinger besteht das Kernthema bürgerschaftlichen Engagements darin, dass der Ehrenamtliche sich mit seiner Aufgabe identifiziert und Spaß daran hat. „Wir sollten zunehmend dahin agieren, Ehrenamtliche entsprechend ihren Talenten einzusetzen, das heißt Aufgaben zu schaffen, die den Engagement-Interessierten entsprechen“, so Eichinger im Vorfeld in einem Interview mit landsbergblog. „Aus dieser Perspektive ist es die Herausforderung, für bestimmte Talente oder Wünsche Aufgaben zu finden und nicht umgekehrt.“

Auf dem Laufsteg

Die Messe bot neben den Info-Ständen einen Rahmenprogramm mit Vorträgen, ein Gewinnspiel und nicht zuletzt eine Modenschau mit Kleidungsstücken aus dem Rot-Kreuz-Laden „Schatztruhe“ in Landsberg. Und da ein Schwerpunktthema der Veranstaltung die Inklusion war, hatte man als Models unter anderem Menschen mit Behinderung gewählt, die unter viel Applaus und mit sichtlichem Spaß über den Laufsteg schritten.

Trotz der deutlich höheren Besucherzahl als bei der ersten Freiwilligen-Messe vor zwei Jahren ließ sich Katrin Dyballa von der Koordinationsstelle für ehrenamtliches Engagement, kurz k.e.b., am Sonntag noch nicht zu überschwänglichen Kommentaren hinreißen. Sie wollte die Auswertung der Fragebögen abwarten, die verteilt worden waren. „Richtig zufrieden bin ich erst, wenn ich von beiden Seiten positives Feedback bekommen habe“, so Dyballa. Insgesamt aber könne man bereits sagen, dass die sich Werbekampagne im Vorfeld – auch der KREISBOTE unterstützte die Messe als Medienpartner mit einer Serie über hiesige Botschafter des Ehrenamts“– gelohnt habe.

Ulrike Osman

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