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Fridays for Future:

Knapp 1.000 Schüler demonstrieren in Landsberg

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Die Schülerdemo für den Klimaschutz in Landsberg zog knapp 1.000 Schüler aus dem gesamten Landkreis an.
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Die Schülerdemo für den Klimaschutz in Landsberg zog knapp 1.000 Schüler aus dem gesamten Landkreis an.
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Die Schülerdemo für den Klimaschutz in Landsberg zog knapp 1.000 Schüler aus dem gesamten Landkreis an.
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Die Schülerdemo für den Klimaschutz in Landsberg zog knapp 1.000 Schüler aus dem gesamten Landkreis an.

Landsberg – „Wir streiken, bis ihr handelt“ – so das Motto des Fridays For Future-Klimastreiks in Landsberg. Am Freitag um 10.30 Uhr sammelten sich nach Angaben der Polizei 800 bis 1.000 Schüler aus dem gesamten Landkreis am Landsberger Hauptplatz, um sich für ihre Zukunft starkzumachen. Und damit weitaus mehr, als man gedacht hatte. Mit Engagement und lauten Parolen ging‘s vom Hauptplatz über die Karolinenbrücke und mit Zwischenstopp am Landratsamt über die Sandauer Brücke zurück. Alles während der Unterrichtszeit. Aber die Schulleiter haben eine Lösung fürs 'Schwänzen' gefunden.

„Der Widerstand muss weitergehen“ war eine der Parolen der jungen Demonstranten. Und um ihren Widerstand gegen die Klimapolitik zu zeigen, schwänzten sie die Schule. Denn für die Schüler besteht Schulpflicht – Demo hin oder her. Sprecherin des Bayerischen Kultusministeriums Dr. Julia Kuntz sagt klar: „Ein Recht auf einen Schülerstreik existiert nicht.“ Was die Verletzung der Schulpflicht angeht, liege es aber an jeder Schulleitung wie sie damit umgehe. Also eigentlich hätten die demonstrierenden Schüler am Freitag brav die Schulbank drücken müssen.

Aber die Schulleiter der weiterführenden Schulen aus dem Landkreis haben sich zusammengetan und ein kleines Schlupfloch geschaffen, das den Schülern die Teilnahme ‚straffrei‘ ermöglicht. Wie das funktioniert? „Wir können die Schüler aus schulrechtlichen Gründen nicht vom Unterricht freistellen“, stellt der Schulleiter des Dominikus-ZimmermannGymnasiums Bruno Bayer klar. Auch er weiß von einigen seiner Schützlingen, die an der Demo teilnehmen. Manch einer ist sogar Teil des Organisationskomitees. „Wenn Schüler nicht zum Unterricht erscheinen, ist das unerlaubtes Fehlen“, führt Bayer weiter aus. Außerdem müsse die Schule wissen, wo sich der Schüler aufhält. Ist dem nicht so, müsste im schlimmsten Fall die Polizei verständigt werden. Soweit die Ausgangssituation.

Aber die Schulleiter des Landkreises haben ein Elternschreiben verfasst. Und mit ihrer Unterschrift unter das diesem Schreiben beiliegenden Formular konnten die Erziehungsberechtigten mitteilen, dass ihr Kind nicht zum Unterricht erscheint, weil es an der Demonstration teilnimmt. Gleichzeitig hatten sie damit die Schule von ihrer Aufsichtspflicht entbunden. Stand allerdings am Freitag ein Leistungsnachweis an, mussten die Schülern die Demo sausen lassen. Zumindest, wenn sie nicht eine glatte Sechs riskieren wollten.

Für die Schüler war das Schreiben sicherlich eine gute Nachricht. Auch die Schulleiter freuten sich grundsätzlich über so viel Engagement, wie Bayer erklärt. „Die Tatsache, dass das große Anliegen der jungen Generation nur dann mediale Aufmerksamkeit gewinnt, wenn die Schülerinnen und Schüler durch ihre Aktion gegen Regeln verstoßen“, werde aber eher kritisch gesehen, so Bayer.

Wichtig ist den Schulen, dass die Schüler auch tatsächlich etwas aus der Aktion mitnehmen. Deshalb werden in Zukunft auch Projekte zum Thema Klimaschutz innerhalb der Schulen stattfinden – aber außerhalb der regulären Schulzeit. Das sei so mit den Schülern in konstruktiven Gesprächen festgelegt worden. Die Stunden werden an anderer Stelle verpflichtend nachgeholt. Wer also bei der Demo teilnehmen wollte, um die Schule zu schwänzen, ist also enttäuscht worden. „Das finde ich so absolut sinnvoll und in Ordnung“, sagt auch Oberbürgermeister Mathias Neuner. „Aber ich finde es auch gut, dass sich die jungen Leute für ihre Zukunft einsetzen.“ Sein Sohn habe übrigens auch mitgemacht.

In Zukunft wollen die Schüler versuchen, alle zwei Monate eine Demonstration zu organisieren, teilt Lou vom ‚Orga-Team‘ mit. Konkrete Planungen gebe es aber noch nicht. Zwischendrin möchten sie aber noch andere Aktionen starten wie zum Beispiel Müll einsammeln.

Wie Landkreis-Pressesprecher Wolfgang Müller erklärte, habe man ursprünglich nur mit 250 Teilnehmern gerechnet. Weit daneben, waren es nach Schätzungen der Polizei doch 800 bis 1.000. Ein Engagement, das beweist, wie wichtig jungen Menschen ihre Zukunft ist. Wie auch dem Landsberger Schüler Pascal: „Wir Schüler werden die Erwachsenen von morgen sein, deshalb demonstriere ich für meine und unsere Zukunft.“

Stephanie Novy/Susanne Greiner

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