Nicht ohne Murren

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Statt ursprünglich 18 Monaten bleibt der Container in der Münchner Straße jetzt über vier Jahre bestehen.

Landsberg – Eigentlich sollte die Containersiedlung in der Münchner Straße nur 18 Monate stehenbleiben, jetzt werden daraus doch über vier Jahre. Unerwartet kam das zwar nicht, ohne Murren ging das Thema dennoch nicht durch den Stadtrat.

Hans-Jürgen Schulmeister (LLM) hatte seine Probleme mit der Fristverlängerung. „Es geht auch um unsere Glaubwürdigkeit. Wir haben einen Beschluss gefasst, in dem wir eine gewisse Zeit festgelegt haben. Jetzt tun wir so, als ob wir von der Entwicklung völlig überrascht wären.“ Mit der Genehmigung, die Container stehen zu lassen, nehme man „auch den Druck weg, etwas Festes zu bauen.“ 

OB Neuner verteidigte den Beschlussvorschlag. „Vor zwei Jahren waren die Prognosen nicht so dramatisch. Damals waren auch maximal 18 Monate zulässig, das habe ich gesagt, dazu stehe ich auch.“ Inzwischen hätten sich allerdings „die rechtlichen Bedingungen geändert, dem müssen wir Rechnung tragen.“ Für Dr. Reinhard Steuer war die Debatte „sowieso eine Diskussion um des Kaisers Bart“. Erteile man das gemeindliche Einvernehmen nicht, werde das in kurzer Zeit auf dem Gerichtsweg entschieden. „Wir müssen uns aber dringend generell überlegen, wo wir Wohnraum schaffen können. Temporär aufgestellte Container sind verbranntes Geld.“

Konkrete Planungen in Richtung Sozialwohnungsbau stieß der Stadtrat dann auch diesmal nicht an, genehmigte allerdings die Fristverlängerung für die Containersiedlung bei zwei Gegenstimmen (LLM).

Christoph Kruse

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