Früher aufs Eis – OB Lehmann teilt Verein Entscheidung mit

Wenn das keine gute Nachrichten für den EV Landsberg 2000 ist: Entgegen der bisherigen Verlautbarungen darf der Verein im nächsten Jahr doch schon früher auf das Landsberg Eis: Am 1. September soll’s los gehen. Das hat Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) der EVL-Vorsitzenden Karin Federl mitgeteilt. Für große Verwunderung sorgte die verwaltungsinterne Entscheidung bei Teilen des Stadtrates.

Keine Frage, die Anhänger, Gönner und Vereinsmitglieder dürften durch die Nachrichtenlage Anfang der Woche etwas verwirrt gewesen sein. Hieß es doch nach einem Beschlusse des Stadtrates, dass der EVL 2000 wegen der „kleinen Lösung“ bei der Sanierung der Eishalle, also ohne zusätzliche Lüftungsanlage, kein Sommereis mehr bekommen werde. Im Grunde bleibt es auch dabei, denn mit dem Verein sei vereinbart, dass ab 1. September das ganz normale Saisoneis aufbereitet wird. „Das spart uns natürlich sehr viel Geld“, erklärt EVL-Chefin Federl. Vor der Entscheidung habe sie ein „vernünftiges Gespräch mit dem Oberbürgermeister geführt“. Noch größer ist die Freude, weil auch noch die Stadt von sich aus auf den Verein zugekommen sei. Gerade das wundert den aufmerksamen Beobachter an der Bande, weil die Reaktionen auf den jüngsten Stadtratsbeschluss alles andere als freundlich waren. Was nun bei der Stadt zum Umdenken geführt hat, konnte Karin Federl auch nicht in Erfahrung bringen. Aber: „Wir als EVL sind natürlich sehr zufrieden, weil nun auch die Nachwuchsmannschaften hier ihr Trainingslager absolvieren können“, ließ sie verlautbaren. Zumal es auch gute Nachrichten in Zusammenhang mit der Eishallensanierung gibt. „Wir haben da sogar ein Mitspracherecht bekommen und werden demnächst eine Ortsbegehung durchführen“, erzählt die EVL-Vorsitzende. Dabei soll auch in den Kabinen nach dem rechten geschaut werden. Diese sind mehr als veraltet und entsprechen eigentlich nicht den ESBG-Statuten. Dass auch hier im Rahmen des Umbaus eine Verbesserung kommt, scheint nun in greifbare Nähe gerückt. Vom Tisch ist damit das drohende Aus für den EV Landsberg 2000. Auch das war vor wenigen Wochen nicht mehr ausgeschlossen worden Staunen im Stadtrat Überrascht vom plötzlichen Wandel städtischerseits zeigten sich nicht nur die EVL-Verantwortlichen. Die Damen und Herren im Stadtrat, die sich nach ihrer Entscheidung zur Sanierung gerade von den EVL-Fans und -Angehörigen eine Menge gefallen lassen mussten, staunten nicht schlecht, als sie von der Presse vom Starttermin 1. September erfuhren. Dem entsprechend fiel vergangene Woche im Finanzausschuss eine Anfrage von SPD-Fraktionschef Ludwig Kaiser aus. Er und nicht wenige seiner Ratskollegen wollten vom OB aus erster Hand erfahren, wie es denn plötzlich zum vorzeitigen Kälteeinbruch gekommen sei. Lehmann erläuterte, dass man die Angelegenheit im Baureferat nochmals geprüft habe. Dabei sei man zu dem Schluss gekommen, dass Saisoneis schon ab 1. September produziert werden könne ohne in eine zusätzliche Lüftungsanlage investieren zu müssen. Mit ihr sollte die durch hohe Temperarturunterschiede bedingte Schwitzwasserbildung verhindert werden. Wenn’s im August kälter ist Apropos Temperaturunterschied: Laut Uwe Zimmermann von der Regionalen Klima- und Umweltberatung des Deutschen Wetterdienstes in München ist’s am 15. August nicht selten kälter als am 1. September. Im Fünf-Jahres-Rückblick war das zweimal der Fall. Vor zwei Jahren ebenso wie in diesem Jahr: 12,5 bzw. 12,9 Grad Celsius stehen 21,5 bzw. 18,2 Grad am 1. September gegenüber…

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