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Modellprojekt im Fuchstal

3,85 Millionen Euro-Zuschuss für den Energiespeicher

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Nimmt mit dem Förderbescheid konkrete Formen an: das Projekt Energiespeicher, das im Osten von Leeder gebaut werden soll und wo der Strom aus der Windkraft im Kingholz (hinten) temporär „aufbewahrt“ werden kann.

Fuchstal – Für eine millionenschwere Investition in die Speicherung regenerativer Windenergie bekommt die Gemeinde Fuchstal eine satte Förderung vom Staat. Die Bundesrepublik wird das Modellvorhaben mit 3,85 Millionen Euro fördern. Das entspricht 75 Prozent der prognostizierten Kosten, die ungefähr bei fünf Millionen Euro liegen.

Zentrales Element bei dem Modellprojekt ist ein Strom- und Wärmespeicher. Dieser soll nach Informationen des KREISBOTEN auf einem Feld östlich der Fuchstalhalle nahe an der bestehenden Fernwärmeleitung errichtet werden. Man kann sich das wie einen großen Bunker mit einem Volumen von zirka 10.000 Kubikmeter vorstellen, der halb im Boden versenkt wird, teils aber auch über der Oberfläche zu sehen sein wird. Dort wird eine riesige Batterie eingebaut, die bis zu drei Megawatt aufnimmt und nach und nach abgeben kann.

Zudem wird an dieser Stelle noch ein Wärmespeicher installiert, der am ehesten mit einem überdimensionalen Tauchsieder zu vergleichen ist. Das warme Wasser soll in das Fuchstaler Fernwärmenetz, das zurzeit eh erweitert wird, eingespeist werden.

Mit dieser Investition möchte die Gemeinde, die Hauptgesellschafter bei der Bürgerwind Fuchstal GmbH mit den vier Anlagen im Kingholz ist, bisherige unbezahlte Abnahme-„Spitzen“ vermeiden. An einigen Tagen im Jahr war, so die Erfahrung aus den letzten zwei Jahren, war die Stromerzeugung und -einspeisung über regenerative Energien sehr intensiv, andererseits der Verbrauch aber gering. Bei solchen Spitzen spricht man von Negativstrom, der an der Strombörse Leipzig nicht bezahlt wird, wenn der Zustand mehrere Stunden anhält.

Gerhard Schmid, Geschäftsstellenleiter bei der Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal, freut sich darüber, dass Fuchstal „unter einer Vielzahl an Bewerbern“ ausgewählt wurde. Und er freut sich auf den kommenden Montag. Dann wird Staatssekretär Florian Pronold vom Bundesumweltministerium nach Leeder kommen und den Förderbescheid überreichen.

Johannes Jais

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