Mobilfunk auf dem Vormarsch 

Fuchstal: Gemeindefläche für den Funkmast 

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Fuchstal will Gemeindeflächen für Funkmasten bieten

Fuchstal – Die Gemeinde sendet nun doch das Signal aus, dass sie gemeindliche Grundstücke oder Gebäude zur Verfügung stellt, damit die Deutsche Telekom dort einen Funkmast errichten kann. Ein zwei Jahre alter Beschluss ist somit revidiert.

Denkbar knapp – mit acht zu sieben Stimmen – war im Sommer 2018 der Antrag der Deutschen Telekom abgelehnt worden, einen Funkmast auf dem Anwesen Schlichtherle in Leeder installieren zu dürfen. Die Immobilie an der Bahnhofstraße ist seit zwei Jahren im Eigentum der Gemeinde, zuvor gehörte sie der Sparkasse Landsberg-Dießen.

In der vergangenen Sitzung im September haben die Räte nun mit großer Mehrheit (13 zu 1) zugestimmt, dass gemeindliche Grundstücke „zur Suchkreiserweiterung“ für einen Funkmasten nicht mehr ausgeschlossen werden. Nur Josef Weber (Wählergemeinschaft Leeder) hob beim Nein die Hand.

Gemeinderat Christoph Kneißl berichtete von einem Gespräch mit der Telekom zum Almstadel der Maibaumfreunde westlich von Leeder. Der Standort sei wegen der Topografie nicht optimal. Dort würde deutlich mehr Strahlung entstehen, um die Kunden mit Daten per Mobilfunk versorgen zu können, habe die Telekom verdeutlicht. Hingegen sei eines der Gebäude auf dem Schlichtherle-Areal an der Bahnhofstraße ein idealer Standort, da es höhengleich mit der Ortschaft liege und kein ­Bergrücken dazwischen sei. Bisher werde Leeder seitens der Telekom über den Mobilfunk­masten versorgt, der zwischen der Firma Hirschvogel und derB 17 steht. Wegen der Entfernung von drei Kilometern bedarf es jedoch einer hohen Sendeleistung, die bei einer ortsnahen Lösung verringert werden könne.

Dr. Walter Reitler (Seestall) meinte, Fuchstal solle sich bei dem Thema offen zeigen für einen Standort auf einem gemeindlichen Grundstück. Bürgermeister Erwin Karg gab zu bedenken, dass „die Leute Angst vor 5G“ hätten. Es sei wohl kaum möglich, dass die Gemeinde bei einem Mietvertrag diese Technologie ausschließen könne.

Zweiter Bürgermeister Stephan Völk riet zu einer späteren Entscheidung, wenn man wisse, wie sich das mit dem 5G-Standard entwickle. Wolfram Ruoff hielt es für besser, wenn die Gemeinde selber einen Standort anbietet und die Funkantenne nicht auf einem Dach in der Nähe installiert wird. Karg verwies darauf, dass es in Denklingen gleich drei Standorte für Mobilfunkmasten gebe: einen bei Hirschvogel, einen auf dem Buch-Bergrücken und künftig einen hohen Masten im Gewerbegebiet nahe der Ortschaft.

Johannes Jais

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