91 neue Pflegeplätze

Fuchstal und das Großprojekt Pflegeheim

Pflegeheim Fuchstal Skizze
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Ein Pflegeheim mit begrüntem Flachdach erschien dem Gemeinderat passender als ein Walmdach.

Fuchstal – Zum Pflegeheim im Fuchstal gibt es im Gemeinderat Nachfragen. Zugleich sind unterschiedliche Positionen deutlich geworden, die von positivem Feedback bis zu kritischen Tönen reichen.

Bei dem Großprojekt im Fuchstal am Ortsrand von Leeder soll ein Gebäude mit insgesamt 91 Pflegeplätzen entstehen. 81 Bewohner können in Einzelzimmern untergebracht werden, zehn in fünf Doppelzimmern. Beim Gebäude sollen 29 Stellplätze für Mitarbeiter und Besucher geschaffen werden, hieß es bei der Präsentation. Wer das Pflegeheim betreibt, steht noch nicht fest.

Architektin Ute Höpfl veranschaulichte zwei Varianten für das Gebäude. Einerseits sei ein Flachdach möglich, das begrünt werde. Andererseits sei aber auch ein Walmdach für den Gebäudekomplex, der sich auf dem knapp 6.000 Quadratmeter großen Grundstück in Ost-West-Richtung erstreckt, denkbar. Letztere Variante stieß bei den Räten allerdings auf wenig Zustimmung.

Laut Höpfl befindet sich der Bereich für Demenzkranke im östlichen Gebäudetrakt. Im ersten Stockwerk seien dafür drei Wohngruppen vorgesehen. Ebenerdig könne ein Gemeinschaftsraum und ein Andachtszimmer eingerichtet werden. Im zweiten Obergeschoss würden zusätzlich zu den Apartments eine Holzwerkstatt und ein Therapieraum berücksichtigt.

Frank Kühnhauser, Prokurist und Leiter der Projektentwicklung, antwortete auf Nachfrage von Gemeinderat Gerhard Linder zur Zahl der Beschäftigten, dass circa 60 Vollzeitstellen erforderlich seien. Zwei Drittel seien in der Pflege tätig, ein Drittel in der Hauswirtschaft. Die Erfahrung aus anderen Städten und Orten zeige jedoch laut Kühnhauser, dass vor Ort meistens nicht ausreichend Personal rekrutierbar sei. Rund 20 Beschäftigte würden deshalb erfahrungsgemäß von auswärts kommen, darunter auch Kräfte aus dem Ausland.

Wolfram Ruoff vermisste bei der vorgestellten Planung „ländliche Merkmale“. Kritik übte er an der Höhe des dreistöckigen Gebäudes (gut zehn Meter beim Flachdach, 13 Meter mit Walmdach) und am geringen Abstand zur Grundstücksgrenze. Er habe „ein Problem“ mit dem Baukörper in der Landschaft. Höpfl antwortete, höhenmäßig sei das nahe gelegene Schulgebäude als Bezug genommen worden.

„Wir sind auf dem Land“, so Angelika Gast. Die sechs Meter Abstand zur Grundstücksgrenze seien zu gering und es solle auch Holz als Baustoff eingesetzt werden. Sie wünsche sich „einen Bau, der zum Fuchstal passt“.

Zweiter Bürgermeister Stephan Völk fand hingegen, der Bau passe sich der Umgebung gut an. Es sei ja kein Riesenkomplex und somit kein Fremdkörper. Bürgermeister Karg wies darauf hin, dass es in Leeder und Asch Gebäude gebe, die höher sind, so beispielsweise der Gasthof Luitpold und die frühere Befreiungshalle. Diese Gebäude stehen allerdings nicht am Ortsrand und sind bei Weitem nicht so lang wie das neue Pflegeheim.

Zu einer Abstimmung kam es nicht. Sie steht bei der nächsten Sitzung des Gemeinderats Anfang Februar an.
Johannes Jais

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