Neuer Chef im Jobcenter Landsberg

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Abschied mit Urkunde: Die Vorsitzende der Arbeitsagentur Weilheim Anette Farrenkopf verabschiedete den Geschäftsführer des Jobcenters Landsberg, Hans Nebauer (rechts), in den Ruhestand. Nachfolger ist Norbert Mack (links).

Landsberg – Nach drei Jahren an der Spitze des Jobcenters Landsberg ist Hans Nebauer in der vergangenen Woche in den Ruhestand verabschiedet worden. Der 65-Jährige hatte zunächst als „Fallmanager“, dann als Teamleiter und schließlich als Geschäftsführer in der Behörde gearbeitet. Bei der Abschiedsfeier im Landratsamt wurde Norbert Mack als Nachfolger Nebauers vorgestellt.

Als Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Weilheim würdigte Anette Farrenkopf Nebauers herausragende Leistung im Jobcenter. Er habe vielen Menschen durch die Vermittlung eines Arbeitsplatzes wieder zu einem selbstbestimmten, eigenverantwort­- lichen Leben verholfen und damit einen Beitrag zum sozialen Frieden geleistet. Die Kombination aus guter Wirtschaftsstruktur im Landkreis und der Leistung des Jobcenters beschere der Region eine besonders niedrige Arbeitslosenquote von nur 1,0 Prozent. Von den Kunden des Jobcenters würden fast 50 Prozent wieder in den Arbeitsmarkt integriert, so Farrenkopf.

Ihr Vorgänger, Ferdinand Pilzweger, selbst erst seit wenigen Monaten Ruheständler, hatte es sich nicht nehmen lassen, zu Nebauers Verabschiedung in die Lechstadt zu kommen. Mit ihm hatte Ne­bauer jahrelang eng zusammengearbeitet. Der scheidende Geschäftsführer des Jobcenters habe unter anderem großen Wert auf Weiterbildungsmaßnahmen und auf den Schutz seiner Mitarbeiter gelegt, erinnerte Pilzweger, unter anderem durch Schulungen in Deeskalation. „Die schwierigsten Kunden hat er selbst betreut und auch diese beruhigen können.“

Eigentlich habe Nebauer „aus Sorge um das Jobcenter“ nach Erreichen der Altersgrenze noch ein Jahr weiterarbeiten wollen. Die Trägerversammlung hatte dies jedoch abgelehnt. „Der Ruhestand ist ein schöner Stand“, gab Pilzweger dem 65-Jährigen mit auf den Weg. Als Zweiter Bürgermeister der Stadt Schwabmünchen und Vorsitzender des dortigen Sportvereins dürfte Nebauer auch künftig nicht unter Langeweile leiden. 

„Die Arbeit für die Allgemeinheit steht bei ihm im Vordergrund“, betonte Landrat Walter Eichner. Der Geehrte indes stellte bescheiden seine Mitarbeiter in den Vordergrund. „Die Erfolge habe nicht ich erzielt, sondern die Mitarbeiter. Wir haben zusammengehalten wie in einer kleinen Familie.“

Nachfolger Norbert Mack versprach den Mitarbeitern stets offene Türen, einen wertschätzenden Umgang und „eine gefahrenfreie Zone“ im Jobcenter Landsberg. „Vorfälle wie in Neuss soll es hier nicht geben.“ Nachdem der in Memmingen lebende Mack das vergangene Jahr über in München gearbeitet und gezwungenermaßen eine Wochenendehe geführt hatte, freue er sich nun riesig auf das neue Aufgabengebiet in Landsberg, so der zweifache Familienvater. Ulrike Osman

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