Zeitreise auf Italienisch

+
Diese fünf seltenen Vespa-Autos waren am Wochenende zusammen mit einem Maico-Mobil und einem Victoria-Spatz von Issing in den Pfaffenwinkel unterwegs.

Issing – Vespa, italienisch für „Wespe“ – den Namen kennt man sonst nur von den hübschen italienischen Rollern. Aber die Herstellerfirma Piaggio hat auch Autos gebaut. Einige wenige wurden von Oldtimerfreunden erhalten, gleich fünf davon in Issing und Umgebung, rund um den Sammler Josef Graf.

Und genau diese begaben sich gemeinsam auf eine Ausfahrt in den Pfaffenwinkel. Zwischen 1957 und 1961 baute man bei Piaggio nicht nur Roller, sondern auch einen Kleinwagen. „Die Vespa 400 wurde allerdings nicht in Italien, sondern im Burgund in Frankreich hergestellt“, erklärt Hans-Jürgen Bassalig. „Nur wenige fanden als Konkurrenz zu Goggo und BMW Isetta ihre Kunden in Deutschland.“

Das Getriebe hat nur drei Gänge, der erste ist nicht synchronisiert. Dazu ein Zweizylinder-Zweitakt-Motor mit 400 Kubik und 14 PS, ein zurückklappbares Verdeck – fertig war ein kleines schnuckeliges Cabrio für die Kleinfamilie.

Für Oldtimer-Fans allerdings ist das Vespa-Auto eine echte Herausforderung: Es gibt kaum noch Ersatzteile zu kaufen. In Frankreich vertreibt ein Händler noch einige nachgefertigte Teile wie die verchromten Stoßstangen oder gebrauchte Motoren. „Da muss man halt erfinderisch sein und auf Teile anderer Hersteller wie Fiat 500 oder ähnliche Kleinwagen ausweichen“, so Bassalig.

Auf ihrer Ausfahrt mussten die kleinen Wespen dann alles geben, denn die Steigungen im Ammergrund, die man mit modernen Autos kaum noch richtig wahrnimmt, werden hier ebenso zur echten Herausforderung.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Lisa will Bierkönigin sein
Lisa will Bierkönigin sein
Toll: Das erste Azubi+ ist da!
Toll: Das erste Azubi+ ist da!
"So nicht, Herr Erdogan!"
"So nicht, Herr Erdogan!"

Kommentare