Rummel und Rolls Royce

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Festausschussvorsitzender Erwin Schmid mit der druckfrischen Festschrift, die jetzt in den Echinger Geschäften ausliegt.

Eching – Es gibt drei Echings in Bayern. Das eine bei Freising kennt man durch das elchlastige Möbelhaus, das zweite bei Landshut rühmt sich mit einem überregional bekannten Blasorchester – und das dritte Eching am Ammersee lockt mit seiner alle fünf Jahre stattfindenden Festwoche Tausende von Feierlustigen aus der ganzen Region an.

Noch herrscht die berühmte Ruhe vor dem Sturm, bevor am 10. September im garantiert rappelvollen Festzelt die erste Maß Kaltenberger ausge-schenkt wird. Da nicht nur alle Echinger gespannt und neugierig auf das Programm der Festwoche sind, trafen wir uns auf dem Gelände an der Greifenberger Straße zu einem Gespräch über den Stand der Dinge mit Festausschussvorsitzendem Erwin Schmid, der als Cheforganisator die Fäden in der Hand hält. 

Erwin Schmid (52), ein gebürtiger Echinger und im Hauptberuf Förster, „dirigiert“ in diesem Jahr erstmals alle Aktivitäten der Festwoche und steigt damit in die Fußstapfen seiner Vorgänger Herbert Feyrsinger und Günther Roming. Ein buntes und umfangreiches Geburtstagsprogramm hat Schmid zusammen mit seinen Mitstreitern im Festausschuss zusammengestellt. 

Denn die Festwoche ist eine „Gemein-schaftsproduktion“ von vier Organisationen bzw. Vereinen, die allesamt ein rundes Jubiläum feiern: Die Freiwillige Feuerwehr Eching wird 140 Jahre alt, der Schützenverein Seerose blickt auf stolze 115 Jahre zurück, der Sportverein FSV Eching kommt auf 90 Jahre und der Echinger Segel-Club nutzt seit nunmehr 50 Jahren den Ammersee als Revier. Nimmt man das heuer gefeierte 950-jährige Bestehen von Eching dazu, gibt es also einen fünffachen Grund für eine besondere Festwoche, die fünf Tage vom 10. bis 14. September geht. 

Mit nur 7,70 Euro ist die Maß hier wesentlich günstiger als auf dem Oktoberfest, die Stimmung aber sicher genauso ausgelassen im 2000 Personen fassenden Zelt von Festwirt Martin Schweiger aus Bergkirchen. Das Festzelt wird in diesen Tagen auf der Wiese an der Greifenberger Straße neben der St. Sebastian-Kapelle aufgebaut, auf die andere Straßenseite kommt der „Rummel“ mit Kinderkarussell, Schiffschaukel, Twister, Wurf- und Schießbuden und natürlich süßen Verführungen von gebrannten Mandeln bis Zuckerwatte. 

Eine lästige Parkplatzsuche wird es in Eching diesmal nicht geben: Gleich hinter dem Festplatz hat Landwirt Johann Wimmer seine Wiese zur Verfügung gestellt, auf der circa 500 Autos parken können – kostenlos! Für das Abendprogramm am Freitag und Samstag hat man bewusst auf große und teure Stars verzichtet und setzt auf regionale Stimmungsbands wie die Gruppen „Waidigel“ und „Ohlala“. Das komplette Musik- und Unterhaltungsprogramm findet sich in der umfangreichen Festschrift, die in allen Echinger Geschäften kostenlos ausliegt. Für den großen Festumzug am Sonntag, 13. September um 13.30 Uhr, muss der Festausschuss mit Erwin Schmid noch einige Behörden-Hürden nehmen. So müssen u. a. die Festwägen vom TÜV abgenommen werden. 

Für die gesamte Festwoche verlangen die Ordnungshüter neben den zehn Mann Security vom Festwirt weitere 18 Ordner, die von den Vereinen gestellt werden. Und schließlich musste eine eigene Steuernummer angefordert werden, da sich die beteiligten Vereine für die Festwoche zu einer GbR zusammengeschlossen haben. Beim Festzug, dem Höhepunkt der Festwoche, marschieren sieben Blaskapellen mit, die von Türkenfeld, Grafrath, Inning, Windach, Prittriching und eben das eingangs erwähnte Blasorchester aus Eching bei Landshut. 

Um das Vereinsleben verdiente Senioren aus den Jubiläumsvereinen werden beim Festzug mit Rolls Royce Oldtimern chauffiert, die der Sammler und Restaurator Ewald Rehberger aus Eching zur Verfügung stellt. Senioren aus dem ganzen Landkreis freuen sich am Montag, 14. September, auf den Kreisseniorennachmittag, zu dem Landrat Thomas Eichinger einlädt. 

Bei Gratis-Hendl und Freibier läuft hier ein buntes Programm mit Einlagen der Echinger Theaterjugend, der Schondorfer Trachtenjugend oder dem Bezirksjugendorchester Lech/Ammersee ab. Für die Bewirtung der circa 100 aktiven Jugendlichen hat die Sparkassen-Stiftung 2.000 Euro gespendet.

Dieter Roettig

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