Fürs halbe Gehalt aufs Eis

Heißer Kampf trotz weniger Lohn? Ob diese Rechnung beim EV Landsberg aufgeht, wird sich zeigen. Foto: Krivec

Wegen ausbleibender Sponsoren- und Zuschauereinnahmen muss der EV Landsberg zu einer unpopulären Maßnahme greifen: „Ich habe mit dem Team besprochen, dass wir in diesem Monat das Gehalt für die Spieler mit einem höheren Verdienst um 50 Prozent kürzen müssen“, bestätigte der Vorstand Hans-Jürgen Böttcher am Montag.

Bei den jungen Spielern, die teilweise nur um 400 Euro verdienen, soll die Maßnahme nicht greifen. Nach Informationen des KREISBOTEN kam dieser Vorschlag von den Aktiven selbst. „Es trifft damit die Spieler, die uns im Moment ein bisschen hängenlassen“, so Böttcher, „den Jungen mache ich keinen Vorwurf, die sind erst nächstes Jahr soweit.“ Dass es um die EVL-Finanzen nicht rosig bestellt ist, ist kein Geheimnis. „Es war stets klar, dass es eng wird“, so Böttcher. „Vier Abgänge, die wir inzwischen hatten und dann vier Ausfälle wie am Wochenende, da können wir nicht gewinnen.“ Für die nächste Zeit ist er verhalten optimistisch, zumal in dieser Woche bereits die Mitgliedsbeiträge fürs kommende Jahr eingezogen wurden. Die jetzt nicht gezahlten Gehälter will der Vorstand „dann zum Schluss der Saison anhängen“. Böttcher warb um Verständnis: „Es sind ja nicht nur die Löhne und Gehälter, wir können sonst Sozialabgaben und Krankenkassen nicht bezahlen und die kommen sofort mit einer Pfändung.“ Gleichzeitig gab Böttcher bekannt, dass David Sefic den EVL wegen Problemen mit seiner Aufenthaltsgenehmigung wieder verlassen muss. "Er müsste zuvor drei Monate seinen Wohnsitz hier haben, bis dahin könnten wir ihn nur als Hobbyspieler laufen lassen, das ist mir zu heiß." Für ihn soll Igor Bacek zum EVL zurückkehren. Der 24-jährige Slowake spielte bereits in der vergangenen Saison für den EVL und war zuletzt vereinslos. Für Sefic wurde nach fünf Einsätzen bereits das Geld für den Reindlpool fällig, hier will man eine Befreiung beantragen.

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