Fürs Mittelfeld hat’s nicht gereicht – Landsberger Basketballer fahren gegen die BSG Leiterhofen/Stadtbergen 88:97-Niederlage

Heimerer Schulen Basket Landsberg gegen die BG Leitershofen/ Stadtbergen – diese Begegnung steht seit Jahren für hochklassigen Derbybasketball in der 1. Regionalliga Südost. Seit der Saiosn 2004/05 treffen die beiden am Lech angesiedelten Vereine nun mit Ausnahme von einem Jahr, in dem Leitershofen in der 2. Regionalliga spielte, regelmäßig aufeinander. In Landsbergs Debütsaison hatten noch die Augsburger Vorstädter die Nase vorne, doch seitdem war es die HSB, die gewann – bis zum vergangenen Samstag. Denn das erste Derby dieser Saison hat Leitershofen wieder für sich entschieden.

Mit 88:97 musste sich die Mannschaft von Trainer Alexander Kharchenkov geschlagen geben. „Leitershofen ist keine schlechte Mannschaft“, erkennt der HSB-Trainer die Niederlage an. Doch Teammanager Jürgen Fleßner befand diese als „vermeidbar“. „Wir schaffen es noch nicht unsere Leistung auf konstant hohem Niveau abzufragen“, analysiert der zugleich 1. Vereinsvorsitzende. So fand die Mannschaft um Kapitän Michael Teichner, der selbst schon ein Jahr in Leitershofen gespielt hatte, besser ins Spiel. 11:17 führt man, ehe der erste Einbruch folgt. Insbesondere Andrais Thornton versuchte es in dieser Phase zu sehr auf eigene Faust. Und auch bei Rebound agierten die HSB-Akteure zu nachlässig. Leitershofen holte Punkt um Punkt auf und ging im zweiten Spielabschnitt sogar mit 36:26 in Führung. Erst jetzt wachten die Landsberger wieder auf. Jason Boucher, Florian Pejchar und Lars Ullrich trafen nun sicher aus der Distanz und verkürzten so zur Halbzeit auf 45:44. Doch schon wenige Minuten nach dem Seitenwechsel fängt sich der bis dahin erstaunlich blass gebliebene Robert Apelt sein viertes Foul ein. Aus Frust über die strittige Schiedsrichterentscheidung befördert der zuletzt noch überragende Apelt den Ball ins Publikum und kassiert dadurch ein technisches und somit sein fünftes Foul. „Das hat der Mannschaft ganz klar geschadet. Robert wäre am Ende noch sehr wichtig gewesen.“, kommentiert Fleßner die unnötige Aktion, nimmt ihn aber auf Grund des nicht gerechtfertigten vierten Fouls auch in Schutz. Von da an können die Gastgeber ihre Führung verteidigen. Immer dann, wenn Landsberg ins Rollen kommt, schleichen sich unnötige Fehler ins Spiel der HSBler. „Ich verstehe nicht, warum wir Momente haben, in denen wir gut verteidigen und dann wieder welche, in denen wir dem Gegner leichte Punkte geben“, bemängelt Kharchenkov die unkonstante Leistung seiner Mannschaft. Doch er weiß auch, dass es ganz normal ist, mal schlechter und mal besser zu spielen. Und er hat Grund zum Loben: „Marcus Kästner hat in der kurzen Einsatzzeit nicht schlecht gespielt.“, lobt er den 20jährigen, der trotz anhaltender Verletzungsprobleme sechs Punkte erzielte. Letztendlich machte ein Spieler den Unterschied, den Landsberg nicht auf der Rechnung hatte: der erstmals für Leitershofen auflaufende US-Amerikaner Adrick Hills. „Er kann mindestens eine Liga höher spielen“, weiß Kharchenkov. Mit 26 Punkten und zahlreichen Vorlagen führte er seine neue Mannschaft auf Anhieb zum Sieg. Mit einem neuen Amerikaner wird womöglich auch der nächste HSB-Gegner, Weiden, nach Landsberg reisen. Dessen Topscorer Stephen Cramer wechselte jüngst in die Slowakei. Die momentan überraschend am Tabellenende stehenden Oberpfälzer sind seit Jahren dafür bekannt, starke Amerikaner zu sich lotsen zu können. Das Spiel am Samstagabend um 19.30 Uhr im Sportzentrum wird daher mit Spannung erwartet.

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