Neues CSU-Kapitel in Kaufering?

Gabriele Uitz kandidiert als Bürgermeisterin

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Prominente Unterstützung aus Bundes- und Landtag erhielt Kauferings CSU-Bürgermeisterkandidatin Gabriele Uitz (2. v. links): Alex Dorow (MdL, links), Landrat Thomas Eichinger (2. v. rechts) und Michael Kießling (MdB, rechts).

Kaufering – Nun ist es offiziell. Gabriele Uitz wurde letzte Woche vom Ortsverband der Kauferinger CSU in einer Aufstellungsversammlung beim Brückenwirt fast einstimmig formell zur Kandidatin für den Posten des Bürgermeisters nominiert. Wahltermin ist der 4. März 2018. Ganz überraschend kam die Nominierung nicht: Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, dass die quirlige Journalistin die Nachfolge von ­Erich Püttner anstrebt, der aus persönlichen Gründen nicht mehr antreten wird. Vor einigen Monaten war ­Gabriele Uitz als Ortsfremde völlig überraschend zur Vorsitzenden der Kauferinger CSU gewählt worden.

Beim Kreisverband Landsberg der CSU gilt Kaufering als wichtige Bastion. Das ließ sich unter anderem daran ablesen, dass die Landsberger Parteiprominenz zum Brückenwirt gekommen war, um ihre Kandidatin zu unterstützen. Alex Dorow (MdL), Landrat Thomas Eichinger und auch Michael Kießling, frisch gewähltes Bundestagsmitglied, demonstrierten Geschlossenheit.

Der Vorschlag, Gabriele Uitz als Bürgermeisterkandidatin zu nominieren, kam von Gabriele Hunger. „Mit einer Kandidatin, die von außen kommt, können wir ein neues Kapitel in Kaufering aufschlagen“, sagte die 3. Bürgermeisterin. Sie spielte damit auf die Zerstrittenheit innerhalb des Marktgemeinderates nach der Bühlerzeit an. Gabriele Hunger bescheinigte ihrer Parteivorsitzenden Fleiß, Sachkenntnis und hohe politische Motivation. Auch Dr. ­Thomas Harbich lobte Gabriele Uitz‘ fachliche und menschliche Voraussetzungen für das Bürgermeisteramt.

„Ich will das Vertrauen der Kauferinger Bürger gewinnen“, betonte Uitz in ihrer Vorstellungsrede. Sie ist 49 Jahre alt, geschieden, hat fünf Kinder und lebt seit einigen Monaten in Kaufering. Seit 27 Jahren arbeitet sie als Journalistin beim Bayerischen Rundfunk.

„Meine Kinder sind begeistert von Kaufering“ erzählt die Bürgermeister-Kandidatin. Überhaupt sei die Marktgemeinde ein familienfreundlicher Ort mit eigener Dynamik, den es zu hüten gelte wie einen Schatz. Ehrgeizig und innovativ sei man in der Vergangenheit gewesen, wie beispielsweise das ökologische Projekt der Nahwärmeversorgung beweise. Jetzt seien aber die Tugenden einer schwäbischen Hausfrau gefragt, sagte Uitz. „Fehler im finanziellen Bereich können und dürfen wir uns nicht erlauben“.

Inzwischen habe sie viele Gespräche mit Kauferinger Bürgern geführt, sagt die CSU-Kandidatin. Ihrer Einschätzung nach muss die Kommunikation mit den Bürgern verbessert werden. „Es wäre schön, wenn die Bürger dann die Entscheidungen des Marktgemeinderates mittragen würden“.

Für Landrat Thomas Eichinger in seiner Funktion als Mitglied der CSU ist die Aufstellung von Gabriele Uitz als Bürgermeisterkandidatin eine Chance, mit einem neuen Gesicht in die Wahl zu gehen. „Hier werden die Weichen für eine gute Zusammenarbeit im Marktgemeinderat gestellt“. Persönliche Streitigkeiten stünden nicht mehr im Vordergrund, betonte Eichinger und verwies auf das Denklinger Beispiel. Michael Kießling habe dort als Außenseiter sehr zur Befriedung im Gemeinderat beigetragen. Ähnlich sieht es auch Alex Dorow, Kreisvorsitzender der CSU und Mitglied des Landtages.

Der ehemalige Vorsitzende des Kauferinger Ortsverbandes, Stefan Puchmayr, forderte die CSU-Mitglieder auf, Uitz in ihrem Wahlkampf zu unterstützen. Das schließe ein, sie auch bei geplanten Haustürbesuchen zu begleiten.

Siegfried Spörer

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