Kultur und britischer Humor

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Zum Abschied gab es für den Besuch aus Windermere eine Führung durch das Rathaus mit Bürgermeister Herbert Kirsch (4. v. links).

Dießen – Mit einem herzlichen Empfang bei Bürgermeister Herbert Kirsch ging am Donnerstag der einwöchige Besuch einer Gästegruppe aus Dießens Partnerstadt Windermere zu Ende. Kirsch bedankte sich bei den Gästen, zu denen auch das Saxophon-Quartett „TakeFour“ gehörte, für die „gelebte Partnerschaft die Menschen verbindet“.

„TakeFour“ hatte die Dießener mit drei Konzerten im Schackypark, im Gasthof Unterbräu und zuletzt im Traidtcasten erfreut. Mit dabei waren auch die örtliche Bläsergruppe und der international bekannte Dießener Saxophonist Michael Lutzeier. 

Auch beim bereits geplanten Gegenbesuch in Windermere, den der Freundeskreis Ammersee-Windermere im kommenden Jahr anbieten möchte, soll wieder die Kultur im Mittelpunkt stehen. Diesmal allerdings die Malerei, wie Dieter Hardt (Vorsitzender des Freundeskreis Ammersee-Windermere e.V.) betonte. „Wir wollen zeitgenössische Maler in Windermere und Umgebung in ihren Ateliers besuchen“, erklärte Hardt. Zu den Zielen des Vereins gehöre es außerdem, zukünftig verstärkt junge Leute und Familien einzubinden. Einen kurzen Diskurs in die Dießener Geschichte bot Bürgermeister Kirsch seinen Gästen. 

Auf besonders großes Interesse stieß die Keramik-Tradition der Gemeinde, die nachweisbar bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Ein Blickfang waren diesbezüglich die Vitrinen im Rathaus-Foyer. Hier bewunderte die Gruppe keramische Arbeiten, die im Rahmen des Dießener Töpfermarktes in den letzten 15 Jahren mit dem Dießener Töpferpreis ausgezeichnet wurden. 

Auf Bewunderung stieß außerdem die respektable Gemäldesammlung im Rathaus, und passend zum Diskurs in die Kommunalpolitik wurde auch der Sitzungssaal des Rathauses besichtigt. Hier konnten die Gäste mit britischem Humor nachvollziehen, warum der Stuhl des Bürgermeisters als einziger Armlehnen besitzt: „Damit ich während der Gemeinderatssitzung nicht vom Stuhl falle“, erklärte Kirsch. Rundum zufrieden traten die Gäste schließlich ihre Rückreise an. Kein Wunder: Denn neben Ausflügen nach Augsburg oder Murnau und einer Besichtigung des Carl-Orff-Museums in Dießen, so die Zusammenfassung von Jenny Borer, der Vorsitzenden des Partnervereins Twining Association Windermere, standen auch viele „wundervolle Begegnungen“ mit Bürgern der Marktgmeinde auf dem Programm.

Ursula Nagl

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