Auf Schatzsuche in Dießen

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Dagmar Benker (links) begleitete die Gäste aus der Partnerstadt Lomnice durch das Dießener Marienmünster.

Dießen – Sie sind aufgefallen im „überfüllten“ Dießen: Drei fröhliche, ausgelassene Gruppen tummelten sich kürzlich zwischen den zahlreichen Flohmarktbesuchern: Der Heimat- und Trachtenverein d‘ Ammertaler Dießen-St. Georgen hatte die Freunde und Städtepartner vom Folklore Ensemble Javor aus dem tschechischen Lomnice nad Lužnicí zum Familienaustausch eingeladen. Bei einer Schatzsuche in die vielen besonderen Ecken, die einfach „typisch Dießen“ sind, erkundeten sie die Marktgemeinde.

14 Kinder sowie 40 Jugendliche und Erwachsene sind nach einer langen Fahrt im Trachtenheim am Vogelherd angekommen. Dennoch war die Freude ungebrochen, hatten die Dießener doch beim letztjährigen Besuch in Tschechien den Familienaustauch beschlossen und den Nachwuchs in den Fokus der Begegnung gestellt. Die Organisation der dreitägigen Begegnung hatte deshalb der Jugendausschuss des Trachtenvereins auf die Beine gestellt. „Der Austausch war großartig“, lacht Maria Havelkowa, die weit über 80-jährig das Wochenendereignis beobachtet hat. Immerhin war sie über fast zwei Jahrzehnte der Motor, der letztlich die Partnerschaft zwischen den beiden Orten bewerkstelligte. 

Wen wundert’s, dass die berühmte Teufelsgeigerin – momentan nicht so gut zu Fuß – mit großer Begeisterung und von Bürgermeister Herbert Kirsch mit dem Rollstuhl durchs Rathaus begleitet, die Insignien der Partnerschaft genau in Augenschein nahm. „Wir sind wunderbar platziert“, sagte sie. Der Rathausvisite folgte die fast achtstündige Schatzsuche. Durchs Paradieserl und Gut Romenthal folgten sie dem Weg hinauf zum Marienmünster. 

Der Weg zum Schatz war tatsächlich mit vielen Schikanen gepflastert, sprich mit Aufgaben, die zu lösen waren. Schließlich mussten sie im Marienmünster Fragen zur Kirche beantworten. Dies fiel ihnen nach der Führung mit Dagmar Benker leicht, die kindgerecht durchs Münster begleitete. Die böhmischen Freunde bedankten sich mit einem tschechischen Kirchenlied, das im Marienmünster eine besonders eindrückliche Klangwelt entfaltete. Den Schatz – eine Kiste voller Süßigkeiten – entdeckten sie im Chorherrenstüberl.

Beate Bentele

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