Mit Vorbild voran:

Landkreis Landsberg verzichtet auf Glyphosat

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Vorbildlich: Der Landkreis Landsberg verzichtet fortan auf den Einsatz von Glyphosat auf seinen Feldern.

Landkreis – Kein Einsatz von Glyphosat mehr auf kreiseigenen Flächen – diesen Antrag der GAL-Fraktion hat der Kreis­ausschuss in seiner Sitzung am Montag einstimmig angenommen.

Demnach wird künftig bei der Pflege von Grün- und Sportanlagen sowie sonstigen Flächen, die der Landkreis besitzt oder bewirtschaftet, auf den Einsatz des Unkrautvernichters verzichtet. Er steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Nicht mehr verwendet werden sollen auch die sogenannten Neonikotinoide und andere chemische Mittel, die im Verdacht stehen, für das Bienen- und Insektensterben verantwortlich zu sein. Denn neben dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung geht es auch um den Erhalt der biologischen Vielfalt. Der Landkreis hat, wie berichtet, 2018 zum „Jahr der Biene“ erklärt und will sich verstärkt mit dem Thema Biodiversivität beschäftigen.

Die Frage Michael Kießlings (CSU), warum der GAL-Antrag gerade jetzt komme, stieß vor diesem Hintergrund auf Verwunderung. Denn der Bundestagsabgeordnete aus Denklingen mutmaßte, „dass etwas Populismus dahintersteckt“. Josef Lutzenberger (GAL) schoss zurück, dass man den Antrag gar nicht hätte stellen müssen, wenn die Zulassung von Glyphosat in der EU nicht verlängert worden wäre – bekanntlich auch mit Zustimmung von CSU-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt.

Auch Herbert Kirsch (FW) konnte Kießlings Anmerkung nicht nachvollziehen. Angesichts des Insektensterbens sei der Verzicht auf Glyphosat überfällig. „Der Antrag ist eher zu spät als zu früh.“

Landrat Thomas Eichinger (CSU) wies darauf hin, dass der Landkreis zwar nur 60 Hektar eigenen Flächen besitze, das Glyphosatverbot aber einen „symbolhaften Charakter“ habe.

Ulrike Osman

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