"Ganz andere Intensität"

Das harte Training der letzten Jahre macht sich bemerkbar: Der HCL, hier links Alexander Wedl, sichert sich zuhause ein Unentschieden gegen Buchloe. Foto: Krivec

Die Riverkings sind für die Punktrunde gewappnet. Gegen den Eishockey-Bayernligisten aus Buchloe gab es ein 1:1(0:0, 0:1, 1:0)-Unentschieden, das insgesamt zwar leistungsgerecht, im Schlussabschnitt aber sogar noch schmeichelhaft für den Favoriten war. „Wenn das Spiel noch fünf Minuten länger läuft, gewinnen wir es wahrscheinlich sogar noch“, meinte danach ein sichtlich zufriedener Kapitän Markus Haschka.

Auch über den Zuschauerzuspruch konnte er sich nicht beklagen: 448 Fans, darunter rund 100 Anhänger der Gäste, waren zum letzten Vorbereitungsspiel gekommen und sahen ein wahres Stelldichein der ehemaligen EVL-Spieler. Neben zahlreichen Akteuren auf HCL-Seite (darunter auch der Wahlberliner Jojo Hicks) traf man bei den Buchloern auf Andi Widmann, Daniel Huhn und Sven Curmann; letzterer machte zur turbulenten Spielmitte mit einem Pfostenschuss nachdrücklich auf sich aufmerksam (31.). Turbulent deshalb, weil in diesen Minuten alles gegen die Riverkings lief. Sekunden nach dem Pfostenschuss blieb Adrian Weis mit Schmerzen an der Halswirbelsäule auf dem Eis liegen, die Schwere der Verletzung muss im Lauf dieser Woche noch geklärt werden. Nach einem schönen Querpass erzielte dann auch noch Braun die Gäste-Führung (33.). Nicht nur in dieser Phase hielt Michael Falkenberger im HCL-Tor seine Mannschaft mit mehreren Glanzparaden im Spiel. In der 35. Minute war er allerdings bereits geschlagen, doch Kastenmeier visierte mit seinem Lupfer lediglich die Latte an. Wer nun aber damit gerechnet hatte, dass der Bayernligist seinen Vorsprung im Schlussdrittel ausbauen würde, sah sich getäuscht. Scheinbar hatten die Buchloer in den ersten 40 Minuten ein zu scharfes Tempo angeschlagen, denn sowohl in den Zweikämpfen als auch läuferisch bekamen zusehends die Landsberger das Heft in die Hand. „Ich kann über den Gegner nichts sagen“, so Markus Haschka, „aber bei uns macht sich definitiv bemerkbar, dass wir härter als in den Vorjahren trainieren.“ Zwar sei auch damals das Engagement hoch gewesen, „aber mit den jungen Spielern, die wir jetzt dabei haben und die zum großen Teil richtig Vollgas geben, bekommt das schon noch einmal eine ganz andere Intensität.“ „Gastspieler“ Jojo Hicks war davon nicht betroffen, schließlich hält er sich das Jahr über in der Hauptstadt fit. Dennoch hatte er drei gute Gelegenheiten, unter anderem nach einem Gewaltschuss von Alex Wedl (49.). Für den dann längst verdienten Ausgleich sorgte dann nach sieben Sekunden Überzahlspiel in der 52. Minute Markus Rohde. Der erneut glänzend aufgelegte Stürmer vergab mit einem Lattenschuss (58.) dann die beste von etlichen guten HCL-Chancen gegen Spielende. Dementsprechend ist Haschka nicht bange vor der Punktrunde, zumal mit Schäffler, Lieb und Erik Mascal noch drei Spieler fehlten – letzterer wurde erst kurzfristig beim HCL-Sommerfest aus Fürstenfeldbruck verpflichtet. Allerdings erwartet die Landsberger zum Auftakt gleich ein ganz schwerer Brocken: Am Freitag (20 Uhr) will es die Terminansetzung, dass man auswärts in Pfronten antreten muss. „Dass gleich der Zweite beim ersten spielt, ist natürlich ein bisschen unglücklich“, so Haschka, der allerdings vor dem Gastspiel betont, dass man nicht zum Verlieren ins Allgäu fährt. „Die sind zwar Favorit, aber wenn wir da weitermachen, wo wir im letzten Drittel gegen Buchloe aufgehört haben, haben wir auf jeden Fall eine Chance.“

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