Hochzeiten, Jubiläen, Musikveranstaltungen

Feste feiern im Sommerzelt am Römerkessel

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Ein kleiner Pavillon (links) steht schon jetzt, doch Gastronom Alexander Soell hat viel Größeres an der B17 vor: ein Veranstaltungszelt direkt am Römerkessel.

Fuchstal – Gastronom Alexander Soell hat Ungewöhnliches an der B17 vor: Hinter dem Gasthof Römerkessel will er ein Veranstaltungszelt aufbauen und es dann sechs Monate pro Jahr nutzen. In dem Zelt (20 x 12 Meter) sollen Firmenfeiern, Hochzeiten und musikalische Abende stattfinden. Die Fuchstaler Gemeinderäte haben mit 10:3 für den Antrag votiert. Nun ist die Bauverwaltung im Landratsamt am Zug.

Der Römerkessel ist ein markanter Gasthof an der B17 zwischen Landsberg und Schongau. Er wurde 1572 erbaut. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. In der Wirtschaft befinden sich die Bauernstube, die mediterrane Stube sowie die Bar. Im ersten Stockwerk sind Gästezimmer. Früher gab es mal einen Saal, der 1982 abgebrochen wurde.

Seit 2015 führt Alexander Soell den Gasthof, der zuvor fünf Jahre lang geschlossen war. Nun möchte Soell auch größere Veranstaltungen ausrichten, doch einen Saal kann er an dem denkmalgeschützten Gebäude nicht anbauen. Deswegen will er – ungefähr 20 Meter vom Römerkessel versetzt – ein Sommerzelt aufstellen, das er Jahr für Jahr zum Mai auf- und Ende Oktober wieder abbauen will.

Dabei handelt es nicht um ein einfaches kleines Bierzelt. Es soll einen „höherwertigen Eindruck“ machen. Es dürfte eher ein Pavillon- oder ein Pagodenzelt werden, in dem Firmen- oder Privatfeiern einen festlichen Rahmen haben können. Eine solche „Open Area“, wie es der Gastronom beschreibt, habe oberhalb der nahen Lechschleife ihren besonderen Reiz.

Die Fuchstaler Gemeinderäte diskutierten durchaus lebhaft über das Thema. Dr. Walter Reitler fragte nach, ob da früher schon eine Anfrage wegen eines Saalbaues gekommen war. Außerdem sei das Areal dort „doch als Fläche für die Landwirtschaft vorgesehen“, ergänzte Reitler und verwies auf den Flächennutzungsplan. Franziska Welz kam auf die „lange Nutzungsdauer“ von sechs Monaten im Jahr und auf die Größe zu sprechen. So eine Anfrage habe man noch nie im Gemeinderat gehabt.

Stephan Völk betonte, dass so ein Vorhaben im Bereich des Römerkessels zwar nicht privilegiert sei – im Gegensatz zu einer landwirtschaftlichen Halle im Außenbereich–, aber er sehe auch „keine Nachteile“. Franziska Welz verwies freilich darauf, dass Anwohner am Römerkessel durch Zelt und B17-Verkehr zeitweise sogar einer „Beschallung von zwei Seiten“ ausgesetzt seien. Vize-Bürgermeister Martin Brennauer wies darauf hin, dass manche Firmen temporär Zelte aufgebaut hätten.

Johannes Jais

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