Beschluss ohne Wirkung?

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Wer kräftig absahnt, der gibt gewiss gerne (viel)…

Landsberg – Stadt und Landkreis sowie Gastronomen sind sich einig: „Wir wollen den Gaudiwurm der Landsberger Schulen am Lumpigen Donnerstag finanziell unterstützen.“ Indes, in welcher Höhe, das scheint bis auf eine Ausnahme offen.

Mitte Oktober hatte sich der Finanzausschuss des Stadtrates mit dem Thema befasst – nach einem Antrag der „Landsberger Mitte“. Danach sollte der Faschingsumzug der Schulen zusätzlich gefördert werden – pro Schüler und für die besten Beiträge. Die Verwaltung setzte im Vorfeld der Beratung 1500 Euro für diesen Zweck an. Und deklarierte dies als „Mehrkosten“, denn für die Organisation des „Gaudiwurmes“ stand ja schon ein Haushaltsansatz von weiteren 8500 Euro zu Buche – insgesamt als 10000 Euro.

Diese Gesamtsumme, so der Beschluss und Auftrag des Ausschusses, sollten sich Stadt, Landkreis sowie Gastronomen „zu je einem Drittel“ teilen. Inzwischen liegt eine Zusage des Landkreises vor, mit 3000 Euro werde man sich beteiligen. Die vom Lumpigen Donnerstag in besonderem Maße profitierenden Gastronomen indes halten sich vornehm zurück. Am Runden Tisch, so ist aus dem Presseamt zu erfahren, hätten alle zugesagt, „auf freiwilliger Basis zu spenden“. Dass die „Summe noch nicht bekannt“ sei, erschließt sich auch aus dem Aufruf von Stadtpressesprecherin Eva Schatz, alle Landsberger Gastronomiebetriebe mögen sich „je nach Leistungskraft“ an der Finanzierung des Umzuges beteiligen. Immerhin: Im vergangenen Jahr kamen auf diese Weise 865 Euro zusammen. Die Stadt blätterte für Bauhofleistungen, THW, Versicherungen, TÜV, Abfallgebühren und WC-Mieten exakt 6552 Euro hin.

Apropos Drittelung der Gesamtkosten 2013 einschließlich der Förderung der Schulklassen: „Die Spende der Stadt bemisst sich prozentual nach dem Spendenanteil der Gastronomen“, lässt das Presseamt wissen. Spenden können auf das Konto 3038 bei der Sparkasse Landsberg-Dießen eingezahlt werden – Zweckbindung „Förderung des Faschingsumzuges“. Toni Schwaiger

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