Immer mehr Landsberger Babys

Geburtenzahl im Klinikum Landsberg steigt stetig

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Stationsleiterin Brigitte Klein (links) mit der frisch gebackenen Mutter Sabrina Röck und dem Nachwuchs. Mit ihr haben sich 2018 noch über 900 weitere Frauen für eine Geburt im Klinikum Landsberg entschieden.

Landkreis – Die Konkurrenz schläft nicht. Das gilt tatsächlich auch für Kliniken, besser gesagt Geburtshilfeabteilungen. Deshalb tut das Landsberger Klinikum auch einiges, damit sich werdende Mütter für eine Geburt in Landsberg entscheiden. Auch für 2019 stehen Neuerungen an.

1968 fing alles an. Im Eröffnungsjahr des Krankenhauses erblickten rund 350 Kinder das Licht der Welt. Damals wurden die Schwangeren noch von den Ärzten der Chirurgie entbunden. Seitdem hat sich aber viel getan. Und das macht sich auch in den Geburtenzahlen bemerkbar.

905 gab es im vergangen Jahr in Landsberg. Tendenz steigend, wie die Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Britt Kerler, berichtet. Die meisten dieser Frauen, 178 um genau zu sein, leben in Landsberg. An zweiter Stelle stehen dann schon Mütter aus Buchloe. 72 haben sich letztes Jahr für eine Geburt in Landsberg entschieden. Was bei den Zahlen auffällt: auch aus Schwabmünchen kommen relativ viele Gebärende. Das liegt vor allem daran, dass die dortige Geburtsstation aufgrund von Personalmangel geschlossen werden musste (der KREISBOTE berichtete).

Und wie überzeugt man als Klinikum seine „Kunden“? In Landsberg setzt man unter anderem auf Information. Bei den Informationsabenden für werdende Eltern, die einmal im Monat stattfinden, gibt es die Möglichkeit, die Station kennenzulernen. Zudem erfahren die Eltern alles rund um die Geburt und auch eine Stillberaterin gibt ihr Wissen weiter. Das ist keine Neuerung. Chefärztin Kerler erzählt, dass es diese Infoveranstaltungen schon seit etwa 20 Jahren am Klinikum gebe. Und sie seien auch immer gut besucht. Mehr Informationen dazu unter www.klinikum-landsberg.de.

Aber damit sich die Frauen wohl fühlen, braucht es mehr als nur Informationen. Das Klinikum bietet zudem vier moderne Entbindungsräume. Und auch eine Entbindungswanne steht für Wassergeburten zur Verfügung.

Im letzten Jahr hat sich das Klinikum mit dem Kinder- und Jugendmediziner Dr. Alexander Schnelke zudem einen echten Experten geangelt. Schnelke ist seit Januar neuer Chefarzt der Abteilung für die Kleinsten. Und er hat große Ziele. Er möchte die Versorgung der Frühchen ausbauen. Schnelke ist Neonatologe und weiß daher alles über Frühgeburten, die anschließende Nachsorge und auch mögliche Komplikationen. „Bisher können Frauen ab der 36. Woche ihr Kind hier zur Welt bringen“, erklärt der Abteilungsleiter. Sein Ziel: In der Zukunft sollen schon ab der 32. Woche Geburten im Landsberger Klinikum möglich sein. Schnelke gibt allerdings zu bedenken, dass es noch ein wenig dauern wird, bis es soweit ist. „Dafür bedarf es noch erheblicher Investitionen in die technische Ausstattung, Stichwort Monitoranlage und Beatmungsgeräte.“ Und natürlich braucht es auch Personal. Mit Schnelke ist da schon mal eine gute Grundlage geschaffen worden. Zeitgleich hat auch ein neuer Oberarzt Ende letzten Jahres angefangen. Und im April gibt es nochmal Verstärkung in Form eines weiteren Neonatologen.

In der Geburtshilfe ist es personell etwas schwieriger. Aber um dem entgegenzuwirken hat das Klinikum ein neues Dienstmodell eingerichtet (der KREISBOTE berichtete). Kürzere Schichten, mehr Geld und Prämien für Neuangestellte. Im September letzten Jahres konnte man so schon zwei neue Hebammen in Vollzeit für die Station gewinnen.

Dr. Kerler erzählt, dass es immer wieder Gerüchte gebe, dass Kreißsäle in Landsberg aufgrund von Überlastung geschlossen werden mussten. Deshalb würden auch immer wieder besorgte Mütter anrufen und nachfragen, ob sie ihr Kind denn überhaupt im Klinikum zur Welt bringen könnten. Kerler stellt klar: „In den 20 Jahren, in denen ich hier arbeite, ist noch nie eine Frau abgewiesen worden.“ Selbst wenn sich also mal mehrere Babys den gleichen Geburtstag aussuchen, die Ärzte und Hebammen lassen mit Sicherheit niemanden vor der Tür stehen.

Stephanie Novy

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