Mehr Licht zum Wachsen

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Beteiligte an einer geförderten Elsbeere, rechts dahinter die gefällte Buche: Tamara Weise (Landkreis Landsberg), Jan Borsdorf (AELF Fürstenfeldbruck), Felix Brundke (AELF Fürstenfeldbruck), Bernhard Haberl (WBV Landsberg) (v. l.).

Utting – Im Beisein von Vertretern des Landkreises Landsberg, des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürstenfeldbruck sowie der Waldbesitzervereinigung (WBV) Lands- berg wurden kürzlich in einem Teil des Landkreiswaldes einige Fichten und Buchen gefällt, um den Erhalt der gefährdeten Elsbeeren zu sichern.

Die Elsbeere ist eine Besonderheit in der Region. Ihr Hauptvorkommen liegt eigentlich nördlich der Donau. Dennoch hat sich über die Jahrhunderte eine isolierte Population rund um die Gewässer des Fünfseenlandes gebildet. Da viele der Elsbeeren von Nachbarbäumen unterdrückt sind, möchte das AELF Fürstenfeldbruck geeignete Maßnahmen zum Erhalt anstoßen. Durch die Entnahme der Fichten und Buchen soll den Elsbeeren wieder mehr Licht gegeben werden. 

Dadurch erhofft sich der zuständige Revierleiter Jan Borsdorf, die Vitalität der wertvollen Bäume zu steigern und somit die Samenbildung anzuregen. Durch eine vermehrte Ausreifung von Früchten sollen Vögel zur Ausbreitung der Elsbeere beitragen. Außerdem sollen die Möglichkeiten, Saatgut für die Nachzucht zu gewinnen, erhöht werden. Dem Landkreis sind diese Exemplare erst seit wenigen Jahren bekannt. Tamara Weise, Leiterin der Liegenschaftsverwaltung des Landkreises Landsberg, ist sich über den Seltenheitswert der Elsbeere durchaus bewusst. 

„Wir sind froh, wenn der Landkreis seinen Beitrag zum Erhalt dieser Baumart in der Region leisten kann“, erläuterte sie. Waldbesitzer, die dem Vorbild des Landkreises folgen wollen und zum Erhalt der ökologisch und forstwirtschaftlich wertvollen Baumart beitragen möchten, können sich jederzeit von ihrem zuständigen Förster beraten lassen und hilfreiche Tipps zur Unterstützung der Elsbeere einholen.

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