Borreliose und FSME

Zecken - Hausmittel funktionieren nicht

PantherMedia 6948183
+
Die Zecken fühlen sich heuer dank milder Witterung besonders wohl.

Landkreis – Momentan treibt es bei schönem Wetter viele für ausgedehnte Spaziergänge ins Grüne. Dort lauern jedoch heuer besonders viele Zecken, die zwei gefährliche Infektionskrankheiten übertragen können: die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose.

Die Risikogebiete für einen Zeckenbiss sind in diesem Jahr größer, der Landkreis Landsberg ist auch dabei. Aufgrund des milden Winters gibt es zudem noch mehr Zecken als in den Vorjahren. Denn die Zeckensaison startete heuer bereits im März. Bei richtigem Verhalten können Risiken aber verringert werden:

• Vorsorge: Die Zeckensaison dauert ungefähr bis Oktober. Schutz bietet die Bedeckung des Körpers durch helle Kleidung mit dicht anliegenden langen Ärmeln und Hosenbeinen sowie das Tragen von Socken und geschlossenen Schuhen. Vermieden werden sollte das Laufen durch dichtes Unterholz und hohes Gras. Nach dem Aufenthalt im Freien Kleidung und Haut gründlich absuchen. Mückensprays schützen nur bedingt.

• Entfernung: Eine Zecke entfernt man am besten mit einer Pinzette oder einer Zeckenkarte oder Zeckenzange aus der Apotheke. Mit der Pinzette die Zecke möglichst nah an der Haut fassen und langsam und senkrecht herausziehen.

Die Zeckenkarte flach auf die Haut legen, mit dem Kartenausschnitt in Richtung Zecke schieben, unter die Zecke fassen und sie senkrecht herausziehen. Unbedingt zu vermeiden sind Drehbewegungen, da der Kopf abgerissen werden kann und es zu einer Quetschung des Zeckenkörpers kommt. Dadurch können Krankheitserreger in die Wunde abgeben werden.

Nach anschließender Desinfektion die Einstichstelle mit einem Wundschnellverband versorgen. Hausmittel wie Öl, Kleber, Nagellack oder Benzin sind gefährlich, da Zecken beim Ersticken vermehrt eventuell infiziertes Sekret absondern.

• Behandlung: Nach einem Zeckenstich die Haut aufmerksam beobachten. Bildet sich ein roter Kreis um die Stichstelle, könnte das ein Anzeichen für Borreliose sein, die häufiger auftritt als FSME. Die Symptome sind bei beiden zunächst ähnlich wie bei einer Grippe: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Beide Krankheiten sollten unbedingt ärztlich behandelt werden.

Anders als für Borreliose gibt es für FSME keine sichere Therapie. Gegen FSME schützt aber eine Impfung, die man nutzen sollte.

Mehr zu den Themen Borreliose und FSME sowie zur FSME-­Impfung gibt es beim Bayerischen Gesundheitsamt auf ww w.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare