Es geht auch mit leichtem Schuhwerk

Ist erleichtert, dass ihr Lieblingsweg durch das Tal des Lebens nun komfortabel ausgebaut wurde: Ursula Suerbeck. Foto: Nagl

„Das ist mein Lieblingsweg“ sagt Ursula Suerbeck und strahlt. Die Rentnerin nutzt den neuen Weg durch das Tal des Lebens, der am Samstag offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde, fast täglich. Entweder um spazieren zu gehen, oder um von ihrer Wohnung auf dem kürzesten und landschaftlich schönsten Weg zum Einkaufen in den Supermarkt zu gelangen. „Das ist für viele ältere Leute, die kein Auto haben, sehr wichtig“, betont sie.

In den vergangenen Jahren war die Nutzung des Trampelpfads eher schwierig und nur mit gutem Schuhwerk zu empfehlen. Nun können sich auch Senioren mit Rollis, Eltern mit Kinderwagen oder Radler getrost auf den Weg machen: Nur 800 Meter sind es so von der Ortsmitte zum Supermarkt und weiter hinaus in die südliche Uttinger Flur. Während der frühere Pfad durch das idyllische Tal unmittelbar entlang des Mühlbachs verlief und an manchen Stellen so heftig unterspült war, dass er sogar offiziell gesperrt werden musste, führt der neue, komfortable Kiesweg mit etwas Abstand an der westlichen Talkante entlang. Ein gewisser Abstand zum Bach sei auch aus naturschutzrechtlichen Gründen notwendig um das Gewässer und die begleitenden Gehölze zu schützen, so die Auskunft der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt, schließlich hat das Tal des Lebens den seltenen Status eines innerörtlichen Landschaftsschutzgebietes und es ist wichtig für das Kleinklima: An heißen Sommertagen verschafft es der Umgebung Kühlung, im Winter kann es allerdings empfindlich kalt werden. Während im Sommer die Baufahrzeuge den Ton in dem rund sieben Hektar großen Areal zwischen Hofstatt- und Staatsstraße angaben, ist nun wieder Ruhe eingekehrt, denn neben großen Kiesmengen mussten auch tonnenschwere Steinblöcke angeliefert werden. Sie wurden an einigen Stellen als naturnahe Bachbefestigung verwendet, um erneute Ausspülungen zu verhindern. Rund 120000 Euro musste die Gemeinde Utting für den Wegebau aufbringen. 10000 Euro flossen allein in den Bau der neuen, südlichen Brücke, die eine weitere Richtung, nämlich hinauf zum Wohngebiet Sulzfeld, erschließt. Mit 46000 Euro beteiligte sich der Erholungsgebieteverein Augsburg (EVA) am Projekt. Ursula Suerbeck und viele andere Freunde des Bachtals dürfen sich freuen: Am kurzen Stich zum Supermarkt soll zum Verschnaufen und Rasten noch eine Sitzbank mit Blick ins Tal aufgestellt werden – eine Spende der ausführenden Baufirma.

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