Es geht voran

Einer der Schätze des Museums ist das Tier-Diorama. Die ausgestopften Wildtiere wurden von den benediktinischen Missionaren in Afrika selbst geschossen und präpariert. Foto: kb

Die Baupläne sind genehmigt, die EU und der Kulturfonds Bayern haben Finanzmittel bereit gestellt: Die Sanierung des Missionsmuseums St. Ottilien geht jetzt in die Umsetzungsphase. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in dem Museum nur wenig verändert und so soll es nun modernisiert und erweitert werden.

Im Jahre 1911 zog das Missionsmuseum in seine heutigen Räumlichkeiten in unmittelbarer Nachbarschaft der Klosterkirche ein. Zunächst nur als „Afrikamuseum“ geführt, erweiterte sich das Spektrum der Sammlung unter Erzabt Norbert Weber in den 1920er Jahren. Er kaufte während seiner Korea-Aufenthalte gezielt Kunst- und Alltagsgegenstände für sein Museum in der Heimat. Als das Museum 1922 für das allgemeine Publikum geöffnet wurde, kamen viele Exponate hinter Glas und erhielten knappe erläuternde Texte. Die Afrika-Abteilung gestaltete der einige Jahre am Münchner Völkerkundemuseum tätige P. Dr. Meinulf Küsters. Bis in die Gegenwart hinein wurde an dieser Präsentation nur wenig verändert. Das große Tierdiorama im Erdgeschoss begeistert bereits vier Generationen. Darüber hinaus erwei-terten die Missionsbenediktiner behutsam die bestehende Sammlung durch Ankäufe und Geschenke. Die in ihrer Art in Deutschland einmalige Sammlung ethnologischer, biologische und kunstgeschichtlicher Exponate aus vielen Ländern Afrikas und Asiens wird um eine neue Abteilung über die aktuelle Arbeit der Missionsbenediktiner erweitert. Außerdem ist vorgesehen, einen Lift in das Untergeschoss und moderne Brandschutz-, Sicherungs- und Klimatisierungsmaßnahmen einzubauen. Bei der Durchsicht im Vorfeld der Sanierungsmaßnahmen machten Spezialisten mehrere besondere Objekte aus. Dazu zählen wertvolle Abgüsse (um 1910 gefertigt) von antiken Terrakottaköpfen aus Nigeria und eine koreanische Weltkarte aus dem Jahr 1860. „Unser Ziel der Sanierung ist es, dem Opa, der mit seinem Enkel kommt, und den Fachleuten gleichermaßen etwas bieten zu können“, so Erzabt Jeremias Schröder.

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