Gekämpft wie die Löwen – HSB Landsberg gewinnt gegen HD Immo Baunach 72:73

Das Wichtigste bei einer drohenden Niederlage ist, sich selbst wieder aus der Problemzone zu hieven. Das haben die Heimerer Schulen Basket (HSB) Landsberg bei ihrem letzten Auswärtsspiel in der laufenden Saison perfekt geschafft. Mit 72:73 besiegten sie die HD Immo Baunach, einer der direkten Gegner in der Regionalliga Südost.

Gekämpft wie die Löwen hätten die Landsberger, meinte Manager Jürgen Fleßner. Mitentscheidend sei dabei einmal die wirklich gute Freiwurfquote der Lechstädter von 80 Prozent gewesen. Von den 25 zuerkannten Würfen konnten 20 versenkt werden. Für Jason Boucher, der keinen guten Tag hatte, trafen dafür Spielern wie Fabian Kirchhoff umso besser und konnten das Punktekonto auffrischen. Ein weiterer Grund für das am Ende doch positive Ergebnis war das „Schlüsselduell“ zwischen Michael Teichner und Baunach-Center George Stanka. Der Landsberger Kapitän konnte den starken Mann der Gegner egalisieren, hat ihn, wie Fleßner es ausdrückte, in 40 Minuten regelrecht „aufgearbeitet“, so dass der am Ende nicht einmal mehr die Kraft hatte, seine letzten beiden Freiwürfe zu verwandeln. Einen hauchdünnen Vorsprung hatten die Landsberger mit 20:23 noch aus dem ersten Viertel herausgearbeitet. Dann aber riss in den nächsten zehn Minuten der Faden völlig. Als eine der stärksten Offensiv-Mannschaften in der Liga schafften die Lechstädter nur zehn weitere Punkte bis zur Halbzeit. Die Verteidigung musste dagegen 27 Zähler durchlassen. Großes Problem erneut die Einzelaktionen, die im Teamsport Basketball auf Dauer kein Spiel gewinnen lassen. Dass die HSB-Jungs um Kapitän Teichner dann den Spieß noch umdrehen konnten, ist die wirklich gute Nachricht – und wohl ein stückweit der Intervention von Trainer Kharchenkov in der Kabine zu verdanken. Spielzüge ersetzten wieder überhastete Abschlüsse und so konnte Landsberg zur nächsten Viertelpause auf 54:60 an den Gastgeber herankommen. Im letzten Spielabschnitt fehlten HSB Landsberg bis drei Minuten vor Schluss der richtige Anschluss. Dann brachten acht Punkte in Folge die Lechstädter heran. Und 18 Sekunden vor dem Ende hieß es nach zwei Freiwürfen 69:71 für die HSB. Weil Baunach den nächsten eigenen Angriff nicht erfolgreich abschließen konnte und Landsberg zwei weitere Punkte machte, war der Dreier der Gegner am Ende wertlos und führte zum 72:73-Sieg der Landsberger. „Baunach“, zieht Jürgen Fleßner das Resumée, „war schon immer eine Schlacht.“ Denn die Truppe sei gut eingespielt und nur zwei führende Mannschaften der Liga konnten bisher hier punkten. Darum ist dieser Sieg ein besonderer und die Landsberger gingen zwar ziemlich kaputt aber mit einem breiten Grinsen aus der Halle.

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