Das Geld reicht einfach nicht – Paten sichern dem EVL 2000 das Überleben – Kaum Interesse an Dauerkarten

Dass der EV Landsberg 2000 derzeit finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, dürfte wohl niemanden mehr überraschen. Kein Wunder also, dass es derzeit in der Lechstadt schon wieder vermehrt Gerüchte gibt, der Club werde die kommende Oberliga-Saison erst gar nicht be­ginnen. Allerdings scheint – zumindest momentan ­– wenig dran zu sein. Finanziell sei alles in trockenen Tüchern, bestätigt Vorstand Hans-Jürgen Böttcher auf Anfrage des KREISBOTEN.

Ein Grund dafür ist, dass einiges an Geld von Privatleuten zur Verfügung gestellt werde. „Das Modell mit den Paten ist bei uns derzeit sehr erfolgreich“, sagt Böttcher und zielt auf die Verpflichtungen von Anti-Veli Leinonen und Manuel Winter­gerst ab, die offensichtlich nicht aus der Vereinskasse bezahlt werden müssen. Dazu kämen viele kleinere Sponsoren, von denen er selbst namentlich noch nie etwas gehört habe. „Das sind Hunderterbeträge, die natürlich auch gut tun.“ Dass der EVL 2000 aber auch selbst zu Potte kommen muss, dessen ist man sich im Verein sehr wohl bewusst. „Wir brauchen schon noch einen größeren Geldgeber“, räumt der einstige Marketingbeauftragte des Vereins ein. In neuer Funktion versucht er „alte“ Kontakte an neue Fleischtöpfe zu kommen. Bis dato will sich der Club vom Hungerbachweg mit zahlreichen Events über Wasser halten. So ist etwa am ersten September-Wochenende die Saisoneröffnung geplant. Und dort wolle man auch versuchen, einige Dauerkarten an den Mann zu bringen, denn der Verkauf läuft derzeit mehr als schleppend. Rund 40 Saisontickets sind bisher nur über den Ladentisch in der Geschäftsstelle gegangen. „Das ist aber logisch“, bleibt Hans-Jürgen Böttcher noch recht gelassen. „Wir befinden uns noch mitten in der Urlaubszeit, da denkt noch niemand an Eishockey, zumal die Saison erst in zwei Monaten beginnt.“ Und diese zwei Monate gilt es nun zu überbrücken, weil zwar Gehälter bezahlt werden müssen, aber noch keine Einnahmen aus dem Punktspielbetrieb fließen. Das sei aber nicht sehr dramatisch, erklärt der EVL-Vorstand. „Das erste Gehalt be­zahlen wir erst am 15. September und kurz darauf geht ja schon die Runde los.“ Auf die neue Spielzeit bereitet sich derzeit die Mannschaft um Coach Norbert Zabel vor. Sowohl beim Ausdauer- als auch beim Koordinations- und Krafttraining müssen die Spieler (Ausländer ausgenommen) kräftig schwitzen – inklusive Torhüter Peter Holmgren, der in der vergangenen Woche zum Team gestoßen ist. „Es tut so gut wieder hier zu sein – unglaublich wie ich mich freue“, so der erste Kommentar des Deutsch-Schweden, der in der zu­- rückliegenden Saison mit einigen Paraden glänzte. Insgesamt sind die Trainingseindrücke, laut Zabel positiv. „Die Beteiligung ist gut, jeder zieht mit“, zeigt sich der EVL-Übungsleiter zufrieden. Neben den Kontingentspielern fehlt noch Fabian Krull. Er trainiert derzeit in seiner Heimat bei den Heilbronner Falken und ging dort sogar schon aufs Eis. Noch nicht entschieden ist übrigens, wer in der kommenden Saison Kapitän beim EVL 2000 sein wird. Einer der heißesten Kandidaten war Oldie Thorsten Rau. Norbert Zabel gibt sich aber zurückhaltend, obwohl er „den Namen schon im Kopf“ hat. Rau wird es vermutlich aber wohl nicht werden.

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