Ein Helm fürs Feuerwehrhaus

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Bürgermeister Wilhelm Lehmann (links) überreichte den Helm an Feuerwehr-Kommandant Hans Georg Liegsalz und den erkrankten Kollegen Alfred Eglhuber (rechts).

Geltendorf – Ein neues Feuerwehrhaus hat die Geltendorfer Wehr noch nicht, dafür aber schon den ersten Dekorationsgegenstand: einen künstlerisch gestalteten Feuerwehrhelm.

Der Helm sollte eigentlich ein Geschenk zum Spatenstich oder Hebauf werden. Doch da das Feuerwehrhaus bislang nur in Form von Planzeichnungen existiert, überreichte Bürgermeister Wilhelm Lehmann sein Präsent jetzt vorab an den Kommandanten Hans Georg Liegsalz. Der Helm stammt aus einer Benefiz­aktion für ein schwer erkranktes Mitglied der Münchner Flughafenfeuerwehr. Der mittels Airbrush-Technik verschönerte Helm wurde von Carsten Stütz, dem Vorsitzenden des Vereins „Kids in emotion“, ersteigert. Der Verein kümmert sich um kranke und behinderte Kinder und veranstaltet jedes Jahr eine Motorradtour zum Münchner Flughafen.

Stütz gab den Helm weiter an die Organisation „Polizisten helfen“, und durch sie erfuhr Lehmann – selbst ehemaliger Polizeibeamter – vom Schicksal des Feuerwehrmannes Alfred Eglhuber. Der 49-Jährige erlitt vor über einem Jahr einen doppelseitigen Schlaganfall. Seitdem kann der Vater von sieben Kindern nicht mehr arbeiten. Gleichzeitig kamen mit dem behindertengerechten Umbau des Hauses erhebliche Kosten auf die Familie zu.

Bürgermeister Lehmann erwarb den Helm für 700 Euro und überreichte ihn kürzlich im Rahmen einer Feierstunde an den Geltendorfer Feuerwehrkommandanten. Er wolle damit auch ein Zeichen setzen, betonte der Rathauschef mit Blick auf die langwierige Vorgeschichte des Gerätehauses. „Die Feuerwehr braucht ein Licht am Ende des Tunnels.“ Lehmann hofft, dass bis Ende des Jahres zumindest der Rohbau steht.

Ulrike Osman

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