Geltendorf stoppt die Blitzer

Der Kommunalen Verkehrsüberwachung haben die Geltendorfer Ratmitglieder eine Abfuhr erteilt. Foto: kb

Eigentlich hat sich der Gemeinderat nur über den „Sachstand kom­mu­nale Verkehrsüberwachung“ informieren lassen wollen, nahm jedoch das Vorgetragene zum Anlass, die Überwachung zu kippen. Mit knapper Mehrheit entschieden die Räte, den Vertrag mit dem Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung Oberland zum nächstmöglichen Termin zu kündigen. Danach wird in Geltendorf nicht mehr geblitzt.

Bürgermeister Wilhelm Lehmann (CSU) trug die Einnahmen- und Ausgabensituation der drei Quartale 2010 vor. Demnach kosteten die Geschwindigkeitsmessungen pro Vierteljahr – je nach Anzahl der Überwachungstage – zwischen 4000 und 10000 Euro. Die Einnahmen an Bußgeldern lagen im gleichen Zeitraum zwischen 1600 und 4500 Euro. Unter dem Strich ergab sich ein Defizit von rund 10000 Euro „Die Tempoüberschreitungen sind weniger geworden“, so Lehmann – für ihn eine positive Bilanz aber kein Grund, das Blitzen einzustellen. „Wir treiben kein modernes Raubrittertum, sondern wollen zur Verkehrssicherheit beitragen.“ Lehmann schlug lediglich vor, die Verkehrsüberwachung bis zum Frühjahr auszusetzen, weil im Winter ohnehin nicht so schnell gefahren werde. Josef Weiß (CSU) widersprach. Die Messstandorte seien nicht an besonders gefährdeten Stellen, sondern nahe der Ortsränder, wo kaum Kinder oder andere Fußgänger unterwegs seien. „Außerdem erkennt jeder das Messfahrzeug an seinem Tölzer Kennzeichen, und man wird schon von entgegenkommenden Fahrern angeblinkt.“ Weiß beantragte, die Messungen ganz einzustellen. Mit 10:9 Stimmen wurde sein Antrag angenommen. Wann nun definitiv Schluss mit den Kontrollen ist, war noch nicht zu erfahren. „Wir müssen schauen, wann wir aus dem Vertrag herauskommen“, so Lehmann.

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