Geld für Paartalhalle bereitgestellt

Geltendorfer Gemeinderat verabschiedet den Haushalt 2019

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Die Gelder können fließen – für die Paartalhalle in Walleshausen.

Geltendorf – Die Gemeinde hat ihren Haushalt für das laufende Jahr verabschiedet. Strittig war dabei vor allem eine Frage – nämlich die, ob Mittel für die sanierungsbedürftige Paartalhalle in Walleshausen eingestellt werden sollten oder nicht. Die Befürworter setzten sich durch.

Schon bei den Vorgesprächen im Finanzausschuss war man sich nicht einig geworden. Deshalb kam es im Gemeinderat zu zwei Einzelabstimmungen in Sachen Paartalhalle. Im Haushaltsentwurf waren ursprünglich lediglich 21.000 Euro für die nötigsten Ausgaben vorgesehen, für größere Baumaßnahmen gar nichts.

Michael Veneris (Bürgerforum) wollte zusätzliche 100.000 Euro in den Erhalt der Bausubstanz stecken, und hier vor allem in die Dachsanierung. Es sei längst fällig, zumindest die kaputten Dachplatten auszutauschen und die Dichtigkeit der Dachhaut sicherzustellen. Außerdem sollten eine Million Euro im Vermögenshaushalt für weitere Baumaßnahmen bereit stehen.

Dagegen sprach sich Wolfgang Albertshofer (SPD) aus. „Wir wissen gar nicht, wie wir mit der Halle weiter verfahren. Und heuer passiert sicher nichts mehr.“ Auch Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP) glaubte, dass die beiden Haushaltsposten lediglich der Beruhigung der Gemüter dienen würden. Tatsächlich gibt es noch keinen Sanierungsbeschluss, sondern nur eine punktuell auf-

flammende Diskussion, die sich in der Vergangenheit meist darin erschöpfte, dass im Haushalt keine Mittel bereitstanden. Dieser Kreislauf müsse durchbrochen werden, forderte Claudius Mastaller (Unabhängiger Bürger/UB).

Ernst Haslauer (SPD) wandte ein, dass die Paartalhalle vermutlich ein zentrales Wahlkampfthema werde und eine Mittelbereitstellung im Haushalt eine „klammheimliche Vorentscheidung“ gegen eine neue Sporthalle in Geltendorf wäre, die seit vielen Jahren gewünscht ist. Die zwei Hallen in Konkurrenz zu setzen, bezeichnete Mastaller als unlauter. „Es ist nicht tragbar, ein bestehendes Gebäude verfallen zu lassen.“

Bürgermeister Wilhelm Lehmann (UB) erinnerte daran, dass bereits beim Bau der Paartalhalle bestimmte Vorgaben nicht eingehalten wurden. „Die Sanierungskosten wären so hoch, dass man einen Neubau in Erwägung ziehen muss.“

Schlussendlich wurde die Aufstockung des Verwaltungshaushalts mit 13:6 Stimmen befürwortet. Für die zusätzliche Million im Vermögenshaushalt votierten 12:7 Räte.

Insgesamt hat der Haushalt ein Volumen von rund 17 Millionen Euro und wurde mit einer 16:3-Mehrheit verabschiedet. Eine Kreditaufnahme ist weder in diesem Jahr noch im Finanzplanungszeitraum bis 2022 vorgesehen.

Ulrike Osman

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