Weniger Bücher, mehr Büros

Geltendorfer Rathaus wird vergrößert

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In der Bücherei sollen drei zusätzliche Büros für die Geltendorfer Verwaltung entstehen.

Geltendorf – Zu klein, nicht barrierefrei, weder mitarbeiter- noch bürgerfreundlich – das Geltendorfer Rathaus entspricht nicht den Vorgaben an ein modernes Verwaltungsgebäude. Deshalb soll es umgebaut und erweitert werden. Dafür muss die Bücherei verlagert werden, denn sie soll zusätzlichen Büros Platz machen.

Rathaus-Geschäftsleiter Patrick Naumann listete bei der jüngsten Gemeinderatssitzung einige der Defizite des Gebäudes auf: Im Bauamt findet in einem Drei-Personen-Büro Parteiverkehr statt, was aus Datenschutzgründen problematisch ist und konzentriertes Arbeiten erschwert. Das Bürgerbüro im Erdgeschoss ist baulich unzureichend vom Wartebereich getrennt - wer sich dort aufhält, hört zwangsläufig die Gespräche im Bürgerbüro mit. Den Datenschutz einzuhalten, ist auch für die Personalverwaltung ein Problem - die zuständige Mitarbeiterin hat weder ein Büro für sich allein noch eine Rückzugsmöglichkeit.

Naumann schlug drei Varianten vor, wie die Situation zu verbessern sein. Ein Neubau wäre aus seiner Sicht „das vernünftigste“, ist aber auf absehbare Zeit weder personell noch finanziell zu stemmen. Blieben als Optionen der Umbau von Sitzungssaal oder Bücherei. Bereits der Bauausschuss hatte einstimmig für letztere Möglichkeit votiert, und der Gemeinderat stimmte ebenso ab.

Die 95 Quadratmeter große Bücherei soll in drei zusätzliche Büros und einen Wartebereich umgebaut werden. Barrierefreiheit ist gegeben, da die Räume im Erdgeschoss liegen. Fluchtwege sind vorhanden, weitere Brandschutzmaßnahmen laut Naumann einfach umzusetzen. Lediglich größere Fenster und ein neuer Boden müssten eingebaut werden, so der Rathaus-Geschäftsleiter. Mit geschätzten Kosten von rund 100.000 Euro ist dies auch die günstigste der drei Varianten. Ein weiterer Vorteil: Der Umbau ist ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs möglich.

Bleibt lediglich noch die Frage, wohin mit der Bücherei – denn dass sie bleiben soll, war im Gremium unstrittig. Geprüft werden soll nun eine Verlegung in den VHS-Raum im Bürgerhaus oder in die Alte Schule nach Walleshausen.

Ulrike Osman

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