Praxis auf Reisen

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Helfer der Osteuropahilfe verpacken die komplette Praxiseinrichtung des Geltendorfer Zahnarztes, um diese baldmöglichst ins ukrainische Lemberg zu bringen.

Geltendorf – Eine ganze Zahnarztpraxis geht auf Reisen: Der Geltendorfer Zahnarzt Dr. Michael Dippelhofer hat sich anlässlich seiner Pensionierung entschlossen, seine vollständige Praxiseinrichtung nicht zu verkaufen, sondern der Osteuropahilfe zur Verfügung zu stellen. Die neue „Heimat“ der Praxis soll im ukrainischen Lemberg sein.

Die Osteuropahilfe der Landkreise Starnberg und Bad Tölz-Wolfratshausen freut sich über die ungewöhnlich großzügige Spende, so der Vorsitzende Erhard Hoppe. Dippelhofer hat das Konzept des Vereins überzeugt, mit dem langfristig, in der Zusammenarbeit von ukrainischen und deutschen Zahnärzten, die desolate zahnmedizinische Versorgung von einigen armen und bedürftigen Menschen in der Ukraine verbessert werden soll. 

Der erste entscheidende Schritt zur Verwirklichung dieses Projektes ist mit der Übernahme der Praxiseinrichtung nunmehr getan. Das war allerdings kein Kinderspiel. Die fachgerechte Demontage und der diffizile Transport in ein Zwischenlager stellten eine große Herausforderung dar. "Ohne Unterstützung der Fa. Dentpoint Wehse, München sowie der Fa. Brenner Verpackung in Starnberg, ergänzt durch die kostenlose Überlassung eines LKW der Fa. Breuer Maschinen in Geretsried, hätten die ehrenamtlichen Helfer  die besondere logistische Herausforderung nicht bewältigen können", so Hoppe. 

Sobald ein schlüssiges Betreiberkonzept mit der Empfängerorganisation vereinbart ist, wird die Lieferung in die Ukraine erfolgen. Laut Friedrich Jacob, dem Projektleiter der Osteuropahilfe, erscheint es durchaus realistisch, dass bereits im Sommer die Zahnarztpraxis von Dr. Dippelhofer im Obdachlosenzentrum in Lemberg wieder eröffnet wird. 

Ein pensionierter Zahnarzt soll mit Unterstützung von Studenten die Basis für den Praxisbetrieb sicherstellen. Einige deutsche Zahnärzte haben bereits ihre temporäre, ehrenamtlich Mitarbeit zugesagt. Denn für bedürftige Menschen in der Ukraine ist ein Zahnarztbesuch inzwischen ein Luxus, den man sich nicht mehr leisten kann. Das Ziel der Osteuropahilfe ist es, dass viele Menschen dort bald wieder ohne Zahnschmerzen und Zahnlücken lächeln können.

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