Vereine haben Hausaufgaben

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Auf dem Areal nördlich des Sportplatzes in Riederau soll eine Zweifachturnhalle und ein Schützenheim entstehen – so der Wunsch der Vereine.

Dießen/Riederau – Erst ein Finanzierungskonzept dann ein Bebauungsplan, so lautet die aktuelle Botschaft des Dießener Gemeinderats an den SC Riederau und an den Schützenkranz.

Der ehemalige Vorsitzende des SC Riederau, CSU-Gemeinderat Alban Vetterl, legte in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Antrag zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Sportplatz-Gelände vor. Ein Problem konnten die beiden Vereine, die sich schon seit zehn Jahren Gedanken über die Erweiterung ihres Angebots machen, zur Sitzung bereits vorlegen. Die Claims für die Zweifachsporthalle und die Schützenhalle sind abgesteckt. Demnach soll die Zweifachsporthalle des SC-Riederau nördlich des bestehenden Vereinsheims entstehen. Und die Schützenhalle soll noch ein weiteres Stück nördlich auf der sogenannten Rossweide gebaut werden.

Die Gemeinde hatte das Grundstück bereits vor Jahren als Erweiterungsoption für die Vereine erworben. Wie Alban Vetterl erläuterte, sei die neue Planung nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde naturschutzrechtlich unbedenklich. Der Behörde sei es wichtig, dass die Fläche entlang der Staatsstraße freigehalten wird, sagte er. Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger) betonte, das die Gemeinde die Kosten für den Bebauungsplan übernehme. „Dann wollen wir aber nicht mehr nachbessern müssen“, sagte der Bürgermeister streng.

Mit dem Finanzierungskonzept aus dem Jahr 2008 wollte sich der Gemeinderat allerdings nicht zufrieden geben. „Stehen die Vereinsmitglieder von damals, die Betonbauer und Installateure, noch für Eigenleistungen zur Verfügung?“, fragte zum Beispiel Dr. Wolfgang Salzmann (CSU). „Eine Zweifachturnhalle kostet mindestens zwei Millionen Euro“, betonte Peter Fastl (Freie Wähler). Schon zum Schutz des SC Riederau sei für so ein großes Projekt eine saubere Kostenberechnung notwendig. Und Petra Sander (Grüne) betonte, dass man bei einem Verzicht auf ein zweites Fußballfeld zugunsten der beiden Hallen nicht automatisch davon ausgehen dürfe, dass der Fußballplatz des Ammersee Gymna-siums mitbenutzt werden könne. 

Nun sind die Vereine aufgerufen, ihre Planung – nicht zuletzt unter finanziellen Aspekten – nochmals zu überprüfen.

Ursula Nagl

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