"Ich bin guter Dinge"

Gemeinde Fuchstal will drei weitere Windräder hinter Leeder bauen

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Hinter Leeder will die Gemeinde drei weitere Windräder errichten.

Fuchstal – Bürgermeister Erwin Karg verbreitet zum Thema neue Windräder Optimismus. Beim Landratsamt hört sich die Antwort nüchtern an: Wie lange das Genehmigungsverfahren für drei weitere Windräder im Fuchstal noch dauert wird unterschiedlich bewertet. Beantragt wurden sie bereits im April 2019.

„Ich bin guter Dinge“, bekundet Karg auf Nachfrage des Kreisboten. Er gehe davon aus, dass die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz „kurz vor dem Abschluss“ stehe. Da könne noch im Sommer mit einer Entscheidung gerechnet werden.

Bei Wolfgang Müller, Sprecher im Landratsamt, hört sich das anders an. „Die Antragsunterlagen sind nicht vollständig, sie sind hinsichtlich der Belange des Naturschutzes/Artenschutzes noch zu ergänzen.“ Derzeit sei nicht absehbar, wann mit einer Entscheidung über den Genehmigungsantrag zu rechnen sei.

Die Nachfrage im Landsberger Ingenieurbüro Sing, das wie schon bei den fertiggestellten vier Anlagen im Staatsforst jetzt wieder mit der Planung der drei weiteren Windräder im Gemeindewald befasst ist, gab es nur begrenzt Informationen: Die Redaktion hat urlaubsbedingt keine Stellungnahme bekommen.

Dass die Gemeinde zusätzlich zu den Windkraftanlagen im Kingholz den Bau von drei weiteren Windrädern beabsichtigt, hat Karg bereits hervorgehoben, als Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im Fuchstal weilte und sich über die Anstrengungen zum Ausbau erneuerbarer Energien erkundigte. Karg und Planer Robert Sing waren mit dem Minister auch vor Ort bei einer der vier Windkraftanlagen im Kingholz. Aiwanger sagte damals, er störe sich nicht an dem Eingriff in den Forst; auf den Wegen unter den Anlagen könne Mischwald nachwachsen.

Mit nur zwei Gegenstimmen hatte sich der damalige Gemeinderat Fuchstal im Frühjahr 2019 damit einverstanden erklärt, dass zur Errichtung von drei Windrädern im Gemeindewald die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz beantragt wird. Sie sollen 1.200 Meter östlich der vier bestehenden Windkraftanlagen errichtet werden.

Die drei Windräder, die zusätzlich gebaut werden sollen, befinden sich damit noch innerhalb einer so genannten Konzentrationsfläche Windkraft, die in der Fuchstaler Flur ausgewiesen ist. Die nächste Bebauung ist der Weiler Schäfmoos. Das südlichste der drei geplanten Windräder liegt 2.300 Meter westlich von Dienhausen.
Johannes Jais

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