Die nächste Sicherheitswacht kommt:

Auf Streife am Geltendorfer Bahnhof und beim Ritterturnier

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Stefan Mang (ganz links) von der Polizeiinspektion Landsberg mit dem Geltendorfer Bürgermeister Wilhelm Lehmann (3. von links) und den Sicherheitswachtlern Andreas Halscheidt (2. von links) und Christian Leitl. Der ehrenamtliche Streifendienst soll bald auf Geltendorf ausgedehnt werden und im nächsten Schritt in Kaufering.

Landsberg/Geltendorf – Nach Landsberg bekommt nun auch die Gemeinde Geltendorf eine Sicherheitswacht. Der Streifendienst beginnt, sobald genügend Ehrenamtliche gefunden und ausgebildet sind. Die Sicherheitskräfte sollen unter anderem das Umfeld des Bahnhofs, aber auch Wohngebiete und die Ortsteile im Auge haben.

Die Einsätze werden „bedarfsorientiert“ erfolgen, erklärte Michael Strohmeier, Leiter der Polizeiinspektion Landsberg, bei einem Pressetermin. In der Flächengemeinde Geltendorf mit Ortsteilen und Weilern diene die Präsenz der Sicherheitswacht auch dazu, Dämmerungseinbrüche zu verhindern und Bettler oder Wohnsitzlose zu verdrängen, die unbefugt Grundstücke betreten. Denkbar sei auch, die Kräfte im Umfeld der Kaltenberger Ritterspiele einzusetzen. Grundsätzlich lasse sich auf diesem Weg das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger erhöhen.

Aktuell sind bei der Landsberger Sicherheitswacht von sieben Stellen fünf besetzt. Für Geltendorf kommen vier weitere hinzu. Bewerber können aus der gesamten Region kommen, müssen zwischen 18 und 62 Jahre alt sein, Zivilcourage, Teamfähigkeit und einen einwandfreien Leumund mitbringen. Der ehrenamtliche Dienst umfasst fünf bis 25 Stunden im Monat und wird mit einer Aufwandsent­schädigung von acht Euro pro Stunde vergütet.

Einsatzbeginn ist stets bei der Landsberger Polizei. Hier erfolgt auch die Ausbildung der Sicherheitswacht-Anwärter. Sie umfasst 40 Stunden Theorie und zehn Stunden Praxis inklusive Themen wie Selbstverteidigung, Kommunikation und Erste Hilfe. Auch eine Fahrausbildung gehört dazu, um das Führerscheinwissen aufzufrischen. Im Auto sitzen die Sicherheitswachtler allerdings nur für den Weg zu ihren Einsatzorten, der Streifen­dienst selbst erfolgt zu Fuß – auch, um für die Bürger die Hemmschwelle zu senken, die Ehrenamtlichen bei Bedarf anzusprechen.

Als eine der großen Gemeinden im Landkreis Landsberg stand Geltendorf zusammen mit Kaufering als nächstes auf der Liste der Orte, die aus Sicht der Polizeiinspektion Landsberg von einer Sicherheitswacht profitieren würden. In Kaufering fehlte im vergangenen Jahr durch den Wechsel im Bürgermeisteramt der Ansprechpartner, doch dort will sich Stefan Mang als nächstes melden. Er ist für die Ausbildung und die Einsätze der Sicherheitswacht zuständig.

Positive Reaktionen

In der Lechstadt hat man nach den Erfahrungen der ersten 14 Monate nur Gutes zu berichten. „Wir bekommen sehr positive Reaktionen und viel Dankbarkeit aus der Bevölkerung“, weiß Mang. Neben der Präsenz bei Demonstrationen und Veranstaltungen – wie Christkindlmarkt, Ruethenfest und Lumpiger Donnerstag – sind die Fußstreifen im gesamten Landsberger Stadtgebiet und den Ortsteilen unterwegs. Sie dienen als Ansprechpartner für die Bürger, melden Ordnungswidrigkeiten und Straftaten und schreiten bei Bedarf auch an Ort und Stelle ein.

Wer in der Sicherheitswacht mitwirken möchte: Bewerben kann man sich schriftlich oder per E-Mail bei der PI Landsberg, pp-obn.landsberg.pi@polizei.bayern.de.
Ulrike Osman

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