Hagel verhindert Kunstevent

Dachschaden beim Uttinger Güterschuppen

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Noch steht die künftige Nutzung des Uttinger Güterschuppens nicht fest. Auch kurzfristige Aktionen wie eine geplante Kunstausstellung können wegen Hagelschadens nicht mehr genehmigt werden.

Utting – Nicht gerade einladend sieht der alte Güterschuppen beim Uttinger Bahnhof aus. Graffiti-Amateure haben ihn rundum beschmiert, das Unkraut wuchert an den maroden Mauern. Trotzdem hat der unbenutzte Klotz Fans, die von „historischem Charme“ sprechen. Uttinger Künstler erkoren ihn gar als Ausstellungsort während der Kreiskulturtage aus. Einige Hundert Besucher kamen denn auch zu „Farbe bekennen, rückwärts fallen lassen“. Ein Erfolg, den Filzkünstlerin Trine Pesch gerne im Herbst mit einem weiteren Event der Künstlergruppe wiederholen wollte.

Ihr Antrag wurde allerdings von der Gemeinde Utting als Eigentümerin der nicht denkmalgeschützten Liegenschaft abgelehnt. Das Pfingstunwetter hatte den ohnehin schon fragwürdigen baulichen Zustand des Schuppens weiter stark verschlechtert. Die golfballgroßen Hagelgeschosse durchlöcherten das Dach, sodass sehr viel Wasser eindrang. Eine behelfsmäßige Flickschusterei, wie von den Künstlern vorgeschlagen, wurde von den Gemeinderäten abgelehnt.

Denn die Gemeinde Utting will den Lagerschuppen mit staatlichen Zuschüssen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes ISEK komplett und gleich richtig sanieren (der KREISBOTE berichtete). Erst wenn der erhoffte positive Bescheid der Regierung von Oberbayern kommt, wird man sich konkrete Gedanken über die künftige Nutzung machen.

Wie nutzen?

Mehrere mögliche künftige Nutzungen wurden bereits im Vorfeld diskutiert, die man aber auch kombinieren könne: Kunst- und Kulturhaus, Jugendhaus, ortsgeschichtliches Archiv oder Öffentliche Toiletten. Nach Vorberatung durch den Finanzausschuss beschloss der Gemeinderat eine „Feinuntersuchung“ durch ein Architekturbüro, was im Güterschuppen hinsichtlich der Nutzung und der Kosten für die erforderlichen Umbaumaßnahmen die beste Lösung wäre. Auch die Kosten dieser Machbarkeitsstudie sollen möglichst von der Regierung von Oberbayern bezuschusst werden.

Der ehemalige Güterschuppen hat eine Innengröße von ca. 76 Quadratmetern sowie einen Keller und zwei Rampen. Es ließe sich damit einiges machen, so dass der hässliche Klotz vielleicht doch noch eine Daseinsberechtigung bekommt. 

Dieter Roettig

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