Kiesgrube als Mountainbike-Paradies

Gemeinde und Sportverein wollen in Egling einen Bikepark bauen

Auf rund zwei Dritteln des Kiesgruben-Geländes – auf dem Foto am unteren Bildrand – wollen Gemeinde und SC Egling einen Bikepark errichten.
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Auf rund zwei Dritteln des Kiesgruben-Geländes – auf dem Foto am unteren Bildrand – wollen Gemeinde und SC Egling einen Bikepark errichten.
  • Ulrike Osman
    VonUlrike Osman
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Egling – Mountainbiker aus Egling und Umgebung können sich freuen: Direkt neben dem Sportgelände des SC Egling soll ein Bikepark mit allem Drum und Dran entstehen – Pumptrack, Sprüngen und Dirttrack-Trail-Parcour sowie einer Strecke für Kinder ab fünf Jahren. Die Gemeinde will die Anlage gemeinsam mit dem Sportverein und den künftigen Nutzen bauen, der SC übernimmt die Trägerschaft und will das Ganze sogar als neue Abteilung in den Verein eingliedern.

Mit dem Projekt soll eine Alternative zu gefährlichen Waldstrecken – samt der dort angerichteten Schäden an der Natur – geschaffen und Bikern die Möglichkeit gegeben werden, am Ort ihrem Hobby nachzugehen. Bisher seien die Kinder und Jugendlichen zum Teil viele Kilometer gefahren, um irgendwo eine geeignete Strecke zu finden, berichtet Sportvereinsvorsitzender Stefan Gollinger. „Wenn dort etwas passiert, ist niemand in der Nähe.“ Umso erfreulicher, dass in Gestalt einer Kiesgrube neben dem SC-Gelände ein idealer Standort vor der Haustür liegt. Hier sollte ursprünglich eine Bürger-PV-Anlage entstehen, doch diese Überlegungen haben sich zerschlagen.

Laut Gollinger hatten Kinder und Jugendliche im Dorf sogar Unterschriften für einen Bikepark am Ort gesammelt. Sie trafen bei der Gemeinde auf offene Ohren. Bürgermeister Ferdinand Holzer freut sich, der Jugend auf diese Weise ein zusätzliches Freizeitangebot machen zu können. Denn außer dem Sportverein und der Landjugend biete die Gemeinde nicht allzu viel.

Beim Bau der Anlage will der Verein „so viel Eigenleistung wie möglich“ (Gollinger) einbringen und auch die künftigen Nutzer sollen mit anpacken. „Ich hoffe, dass die Kiddies mithelfen können, wenn Corona vorbei ist.“ Die Kiesgrube bietet bereits die perfekte Geographie für Bergabfahrten, das Baumaterial ist ebenfalls bereits vorhanden. Ideal sei, dass die Infrastruktur des Sportheims mitgenutzt werden könne, so Gollinger.

Der Bikepark soll als Teil einer neuen Alpinsport-Abteilung in den SC eingegliedert werden. Geplant sich auch Kurse, etwa in Fahrtechnik, Unfallverhütung und Bike-Reparatur. Obwohl die Anlage in der Trägerschaft des Vereins betrieben werden soll, wird sie öffentlich zugänglich sein. Bis auf eine Abgrenzung zum Fußballplatz ist keine Umzäunung vorgesehen, so dass die Anlage auch von Nicht-Vereinsmitgliedern aus den Nachbarorten genutzt werden kann.

Kosten wird der Bau des Bikeparks voraussichtlich etwa 80.000 Euro, wobei die Gemeinde sich Hoffnungen auf 40.000 Euro Zuschuss aus dem LEADER-Programm – ein EU-Programm zur Förderung ländlicher Regionen – macht.
Ulrike Osman

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