Absage ans Blitzen

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In Geltendorf wird es weiterhin keine Geschwindigkeits- und Parkkontrollen geben.

Geltendorf – In Geltendorf wird es auch weiterhin keine Geschwindigkeits- und Parkkontrollen durch den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland geben. Die Gemeinde hatte zuvor eine Verkehrszählung vornehmen lassen, um festzustellen, wie viele Temposünder in Geltendorf und den Ortsteilen tatsächlich unterwegs sind.

Gemessen wurde im Zeitraum zwischen dem 29. Oktober und 26. November letzten Jahres an vier Stellen im Gemeindegebiet, unter anderem in der stark frequentierten Bahnhofstraße in Geltendorf. Dort waren an den neun Mess-Tagen vier Prozent der Fahrzeuge zu schnell unterwegs. In der Schwabhauser Straße in Kaltenberg waren es gut fünf Prozent und in der Waberner Straße in Walleshausen 13 Prozent. Als Ausreißer stellte sich die Hauptstraße in Hausen heraus: Hier überschritten fast 80 Prozent der Kraftfahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern.

Michael Veneris (Bürgerforum) bemängelte, dass die Messung teilweise während der Herbstferien durchgeführt worden war. „Aber sie zeigt uns die belasteten Bereiche. Dort sollten wir Schwerpunkte setzen.“ Auch Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP) fand es sinnvoll, die im Jahr 2010 abgeschafften Kontrollen wieder einzuführen. „Es muss ja nicht auf Dauer sein.“ Laut Beschlussvorlage sollte der Zweckverband damit beauftragt werden, zehn Stunden im Monat den fließenden und fünf Stunden den ruhenden Verkehr zu überwachen. Ernst Haslauer (SPD) setzte durch, dass zwei getrennte Beschlüsse gefasst wurden. Denn mit Parkkontrollen konnten sich noch weniger Räte anfreunden als mit dem Blitzen. „Am Bahnhof bleibt den Leuten ja gar nichts anderes übrig, als fehlerhaft zu parken“, so Haslauer. Dort gebe es einfach zu wenig Stellplätze. Für Josef Weiß (CSU) gab es „keine neuen Erkenntnisse“ und damit keinen Grund, die Verkehrsüberwachung wieder einzuführen.

Wolfgang Albertshofer (SPD) erinnerte daran, dass die Kontrollen bereits in der Vergangenheit ein Draufzahlgeschäft für die Gemeinde waren. Angesichts der Haushaltslage sei das schwer vermittelbar, wenn man gleichzeitig darüber nachdenke, von Vereinen Geld für die Nutzung gemeindlicher Räumlichkeiten zu verlangen. In der Abstimmung wurden Parkkontrollen mit 4:15 Stimmen abgelehnt. Das Nein zur Geschwindigkeitsüberwachung fiel mit 9:10 knapper aus.

Ulrike Osman

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