Nach nur sieben Monaten

Gemeinderat Fuchstal: Roland Prüll legt Mandat nieder

Roland Prüll Fuchstal
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Roland Prüll (stehend): Seine Zeit im Fuchstaler Gemeinderat war nur von kurzer Dauer.

Fuchstal – Roland Prüll von der Neuen Liste Fuchstal hat sein Mandat als Gemeinderat niedergelegt. Er gehörte dem Gremium nur sieben Monate an. Im Gespräch mit dem Kreisboten nannte der 49-Jährige dafür berufliche und persönliche Gründe.

Prüll hat seit Mai in mehreren Sitzungen gefehlt. Er war der Gemeinderat, der bei den Wahlen im März mit 1265 Stimmen das beste Ergebnis aller 16 Kollegen verbuchen konnte. Das hat auch damit zu tun, dass er als Bürgermeisterkandidat Amtsinhaber Erwin Karg herausforderte. Knapp 37 Prozent der Wähler machten ihr Kreuzchen hinter Prülls Namen.

Nach dem Amtsverzicht wird die Gemeinde den ersten Nachrücker anschreiben. Dabei handelt es sich um Marius Kneißl. Er holte bei den Kommunalwahlen im März 806 Stimmen. Der potenzielle Nachrücker bei der Neuen Liste Fuchstal ist ein Bruder des Gemeinderats Christoph Kneißl von der Wählergemeinschaft Leeder.

Roland Prüll hat ein Sicherheitsunternehmen. „Es wird nicht besser“ beschreibt er die berufliche Situation und verweist darauf, dass er oft tagelang unterwegs sei und weit entfernt ausrücken müsse. Dadurch habe er nicht die Zeit, sich gründlich in die Themen des Gemeinderats einzuarbeiten und sich auf die Sitzungen vorzubereiten, sagte Prüll gegenüber dem Kreisboten.

Die vier weiteren Gemeinderäte der Neuen Liste hatte Prüll, der mit seiner Frau und dem 14-jährigen Sohn in Leeder wohnt, über seinen Schritt vorab informiert. Bürgermeister Erwin Karg informierte am Donnerstagabend zu Beginn der dreistündigen Sitzung darüber, dass Prüll in einer Mail vom Mittwoch seinen Amtsverzicht aus persönlichen Gründen bekanntgegeben habe.

Den Rückzug Prülls kommentiert Rathauschef Karg auf Nachfrage unserer Redaktion nur mit ironischen Worten. „Die Gemeinde Fuchstal hat das beste Pferd im Stall verloren. Er wird mir fehlen.“
Johannes Jais

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