Geltendorf auf Standortsuche:

Wohin mit der neuen Kinderkrippe?

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Dieser Spielplatz an der Schulstraße ist als möglicher Krippenstandort in Geltendorf im Gespräch. In diesem Fall könnte der Spielplatz neben das Bürgerhaus versetzt werden.

Geltendorf – Die Standortsuche für die geplante neue Kinderkrippe in Geltendorf läuft. Die Verwaltung legte dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung fünf Vorschläge vor, zwei sollen nun schwerpunktmäßig untersucht werden.

Flächen stehen sowohl nördlich als auch südlich des Bürger­hauses sowie nahe der alten Wasserversorgung zur Verfügung. Denkbar wäre auch, das Grundstück in der Schulstraße zu nutzen, auf dem sich aktuell ein Spielplatz befindet.

Die Krippe im Garten des Walleshausener Kindergartens zu errichten, erscheint als wenig mehr als eine theoretische Option – zu groß wären hier die Nachteile, die Rathaus-Geschäftsleiter Patrick Naumann aufzählte. Die Baumaßnahme würde durch die Hanglage des Grundstücks erschwert, Erweiterungsmöglichkeiten gäbe es nicht, und die Außenspielflächen des Kindergartens würden stark verringert.

Gegen die Flächen am Bürgerhaus sprechen der dort „sehr problematische Untergrund“, wie Bürgermeister Wilhelm Lehmann (Unabhängige Bürger/UB) warnte. Außerdem will man diesen Platz für künftige Sportstätten freihalten. Der Standort am Wasserhaus fand keine Fürsprache im Gremium, das Spielplatzgrundstück an der Schulstraße hingegen schon. In diesem Fall würde der Spielplatz neben das Bürgerhaus verlegt werden – eine Option, die nicht nur Thomas Dietsch (Bürgerforum) gefiel. „Das wäre ideal.“

So sahen es auch Klara Miller (UB) und Dr. Wilfried Pinther (Grüne) – für Familien mit mehreren Kindern in Schule, Kindergarten und Krippe sei es gut, wenn die Einrichtungen alle beieinander liegen und nicht „sternförmig in der Gemeinde verteilt“ würden. Pinther wider­sprach damit Vorschlägen, die Krippe in Hausen, Kaltenberg oder Walleshausen anzusiedeln, wo die Gemeinde ebenfalls Grundstücke besitzt. Angesichts der geplanten Baugebiete westlich der Bahnhofstraße war auch Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP) für das Spielplatz-Grundstück.

Anklang fand aber auch ein Vorschlag, den Josef Weiß (CSU) ins Spiel brachte: der Garten des Alten Wirts. Wolfgang Albertshofer (SPD) stimmte zu: „Das ist ein wunderschönes Grundstück und ruhig gelegen.“ Ob hier genügend Platz für ein Gebäude plus Außenflächen und Parkplätzen zur Verfügung steht, ist allerdings offen.

Zwei-Drittel-Förderung

An die Verwaltung erging schließlich einstimmig der Auftrag, bis zur nächsten Bauausschuss-Sitzung am 21. Mai das Spielplatz-Grundstück und den Garten des Alten Wirts näher zu untersuchen. Die Zeit drängt, denn einen Zuschussantrag im Rahmen des staatlichen Sonder­investitionsprogramms für Kindertageseinrichtungen muss die Gemeinde bis zum 31. August stellen. Die Förderung könnte rund zwei Drittel der Investitionskosten für Bau und Ausstattung betragen.

Aktuell gibt es in der Gemeinde Geltendorf 30 Krippenplätze, die zum Start des neuen Betreuungsjahres im September alle belegt sind. 20 Kinder stehen auf der Warteliste, 16 werden derzeit in anderen Gemeinden betreut. Die neue Krippe soll erst drei Gruppen mit je zwölf Plätzen bekommen und bei Bedarf auf fünf Gruppen erweitert werden. Für die Grundfläche des Gebäudes plus Garten sind rund 1.100 Quadratmeter Grund. Die neue Krippe soll spätestens im September 2021 eröffnet werden. 

Ulrike Osman

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