Mehr Kohle für den Kies

Gemeinderat Rott sagt Ja zur Erhöhung der Kiesgrubengebühren 

+
Die Kiesgrube in Rott brachte der Gemeinde im Vorjahr rund 17.000 Euro Ertrag.

Rott – Zwei Tagesordnungspunkte beschäftigten den Gemeinderat Rott in seiner jüngsten Sitzung: Mehrheitlich sprach sich das Gremium darin für eine Erhöhung der Kiesgrubengebühren aus, ebenso mehrheitlich – wenn auch knapp – bekam der Antrag der Handler mobile GmbH zum Bau einer Kfz-Karosseriewerkstätte ein Ja der Räte.

Die Verrechnungssätze für die Bauhofmitarbeiter und die Gebühren der Kiesgrube in Rott sind seit vielen Jahren unverändert. Bei der Erstellung des Haushaltsentwurfes für das laufende Jahr erkannte Bürgermeister Quirin Krötz diesbezüglich Handlungsbedarf. „In der Kiesgrube sind die Vorgaben deutlich gestiegen und die Löhne im Schnitt der Bauhofmitarbeiter haben sich durch Höhergruppierungen und Lohnsteigerungen nach oben bewegt“, führte der Rathauschef aus. Er regte deshalb an, den Stundensatz beim Bauhof, der gegenwärtig bei 32 Euro liegt, um zwei oder drei Euro zu erhöhen sowie die Gebühren für Aushub und Kies moderat nach oben zu setzen. „Im Vergleich zu den anderen Kommunen um uns herum sind wir nicht teuer“, meinte Krötz mit Blick auf die Kiesgrube, bei der die Preise seit zehn Jahren stabil waren. Der Notwendigkeit, die Preise in der Kiesgrube anzupassen, schlossen sich die Gemeinderäte dann auch an. Mehrheitlich entschieden sie das die Kippgebühr für Aushub von Einheimischen von 1,50 auf 3 Euro je Kubikmeter erhöht wird. Auswärtige müssen dafür zukünftig 4,5 statt bisher 2,5 Euro zahlen. Auch der Kies, der ausschließlich an Einheimische ausgegeben wird, wird teurer. Der Kubikmeter Wandkies kostet jetzt 5 statt 3 Euro und Auffüllkies 2,5 statt 1,5 Euro. Nach kurzer Diskussion sprach sich der Gemeinderat zudem mit einer 9:2 Mehrheit dafür aus, die Stundensätze für die Bauhofmitarbeiter um 3 Euro auf 35 Euro zu erhöhen.

Skepsis bleibt 

Anfang Februar hatte der Rotter Gemeinderat den Antrag der Handler mobile GmbH zum Bau einer Kfz-Karosseriewerkstätte mit Technik-, Büro- und Sozialraum noch abgelehnt, weil es bei der Planung an einigen Details mangelte. Drei Wochen später stand das Thema erneut auf der Tagesordnung. „Die Mängel sind nun behoben. Es wurden überarbeitete Planzeichnungen vorgelegt“, erklärte Krötz. „Mir ist aber aufgefallen, dass nach wie vor ein Ölabscheider fehlt, der ist aber für eine Kfz-Reparaturwerkstätte zwingend nötig“, bemängelte Krötz, der ausführte, diesen Umstand als Hinweis an das Landratsamt weiterzugeben, das letztlich das Vorhaben absegnen muss. Auch aus dem Ratsgremium gab es nach wie vor Kritik an dem Projekt. „Mir fehlt nach wie vor ein Gesamtkonzept, wie und mit was es weitergeht und welche Anträge es dazu in zwei Jahren gibt“, monierte Gemeinderat Markus Rieder. „Nach Angaben der Firma ist derzeit nichts weiteres geplant“, führte dazu Krötz aus. Bei der abschließenden Abstimmung über das Vorhaben brachten die Räte ihre Skepsis über das Projekt auch zum Ausdruck. Mit einer hauchdünnen 6:5 Mehrheit erteilten sie dem Projekt ihre Zustimmung.

Roland Halmel

Auch interessant

Meistgelesen

Streetfood verbindet!
Streetfood verbindet!
Shakespeares „König Lear“ in einer saftig-bunten Inszenierung
Shakespeares „König Lear“ in einer saftig-bunten Inszenierung
Heldin Theresa schwingt den Hammer im April
Heldin Theresa schwingt den Hammer im April
Alex Dorow (CSU) wieder im Landtag, Gabriele Triebel (Grüne) folgt wohl
Alex Dorow (CSU) wieder im Landtag, Gabriele Triebel (Grüne) folgt wohl

Kommentare