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Gemeinderat Rott erteilt Firma Absage

Antrag für Gewerbetafel abgelehnt

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An diesem Stadel am nördlichen Ortsrand Rotts, neben dem Edeka-Parkplatz, möchte eine Außenwerbefirma eine große Plakatwerbetafel anbringen.

Rott – Ein paar Jahre war Ruhe, jetzt lässt die Firma Schwarz Außenwerbung in Rott wieder die Alarmglocken läuten. Sie möchte am nördlichen Ortseingang riesige Plakatwerbetafel errichten. Dem entsprechenden Antrag hat der Gemeinderat jetzt eine klare Abfuhr erteilt.

Zur Erinnerung: 2015 setzte die Werbefirma per Gerichtsbeschluss durch, eine große Plakatwerbetafel an einer Tennenwand in der Weilheimer Straße anbringen zu dürfen, die der Rotter Gemeinderat im Vorfeld mit allen Mitteln, darunter sogar der Aufstellung eines Bebauungsplan, verhindern wollte. In der jüngsten Ratszusammenkunft stand nun das Anbringen einer weiterer Werbetafel, die 3,80 auf 2,80 Meter groß sein soll, auf der Tagesordnung. Die „Plakatwerbetafel für die wechselnde Produktwerbung“, so die offizielle Bezeichnung, soll an einer Stadelwand am nördlichen Ortseingang, direkt neben dem Parkplatz des neuen Edekas angebracht werden. 

„Das Bauvorhaben ist zulässig, wenn es sich in die Umgebung einfügt“, zitierte Rotts Bürgermeister Quirin Krötz zu dem Thema aus der Stellungnahme der Verwaltung. Gleichzeitig machte er aus seiner neuerlichen Ablehnung eines solchen Vorhabens keinen Hehl. „Der Gesetzgeber schützt die Dörfer zu wenig vor der Werbeflut, dabei haben wir es geschafft, die Werbung für den neuen Edeka weitgehend einzudämmen“, erklärte Krötz. Er äußerte zudem Bedenken bezüglich des Standorts. „Die Werbung ist schon vor der Ortstafel zu erkennen, das lenkt die Autofahrer ab“, sah der Rathauschef auch das Staatliche Bauamt, das Werbemaßnahmen an den Straßen normalerweise rigoros ablehne, in der Pflicht. „Das Bauamt sagt, dass das Landratsamt und damit die untere Verkehrsbehörde dafür zuständig ist, die muss das entscheiden“, berichtete Krötz von seinen Gesprächen mit den Behörden. 

Gemeinderat Stephan Rupp wandte zudem ein, dass die Unterlagen nicht komplett seien, weil die Angaben in welcher Höhe die Plakattafel angebracht wird, fehlten. Der Einwand änderte aber nichts an der klaren Ablehnung des Vorhabens: 10:1. 

Abgeschlossen dürfte das Thema damit aber nicht sein. Wie schon beim vorhergehenden Fall in der Weilheimer Straße ist damit zu rechnen, dass die Schwarz Außenwerbung weiter versuchen wird, das Ganze notfalls erneut auf gerichtlichem Wege durchzusetzen. 

Roland Halmel

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